[Rezension] Ein Traum und zwei Füße

Ein Traum und zwei Füße – Sarah Rubin
Chickenhouse Verlag
Hardcover, August 2012
272 Seiten

13,95 €

Wenn du fest genug an einen Traum glaubst, kannst du ihn vielleicht auch wahr machen.
Das sagt sich Casey aus dem kleinen Dorf Warren in South Carolina immer wieder, denn sie weiß, sie ist zum Tanzen geboren. Auch wenn ihre Familie sehr arm ist, und sie sich deswegen keine Tanzstunden in der Balettschule leisten kann, hat sie den Tanz doch im Blut. Und Casey tanzt immer und überall.
Die ihr verhasste Supertänzerin Ann-Lee dagegen tanzt schon seit der Kindheit, und immer mit Unterricht. Weil Miss Protz, wie Casey sie heimlich nennt, das der armen Möchtegerntänzerin unter die Nase reiben will, erzählt sie Casey von einem Vortanzen in New York.
Casey setzt nun alles daran, dorthin zu kommen. Sie will nicht wie ihre Mutter enden und im Krankenhaus Böden putzen, sondern eine berühmte Tänzerin werden.

Doch der Weg nach New York ist nicht nur weit, sondern auch beschwerlich…

Chickenhouse ist für mich DER Verlag, der die zauberhaftesten Bücher herausbringt. Planet Girl war kurz als Konkurrenz da, aber die Bücher sind nicht alle so mein Ding.
Beim Ablegerverlag von Carlsen dagegen hatte ich bisher nie einen Fehlgriff. Wäre ich 10 Jahre jünger würde ich glaube ich das Verlagsprogramm von vorne bis hinten sofort verschlingen.
So genieße ich die Jugendbücher in dezenten Dosen.
Nach „Wunderhund“ und „Katzanjagd“ las ich also „Ein Traum und zwei Füße“, das mich alleine schon mit dem pinken Cover ansprach.

Die Geschichte ist auch nicht anders als das verspielte, mädchenhafte Cover. Casey, die junge Protagonistin, ist ein wenig naiv aber sehr willensstark. Ihre Familie bedeutet ihr alles, und für ihre Mutter würde sie sogar in Warren bleiben. Doch auch ihre Mutter hatte mal einen Traum, und schickt Casey nach New York.

Bemerkenswert ist, dass Caseys Gefühle durch Bewegungen ausgedrückt werden. Sie stampft, wenn sie wütend ist, fliegt bei Fröhlichkeit und hibbelt und trippelt bei Nervosität. Manchmal werden ihre neuen Empfindungen sogar so ausgedrückt mit „Brom-brom-brom“ als sie verärgert nach Hause läuft oder „schlurf-schlirf-schlapp“ nach einer Enttäuschung. Es geht weniger um Fachausdrücke beim Tanzen, sondern nur um Caseys Empfinden, ihre Wahrnehmung. Beim Lesen ist man ihr so ein Stück näher, und kindlich oder albern fand ich diese Ausdrucksweise weder für Casey noch für die Ausschreibung.

Überhaupt ist die Schreibweise (und bei uns im Deutschen die Übersetzung) sehr empfindsam. Casey ist jugendlich, unverbraucht und stammt aus einem kleinen Dorf. Ihre Sprache ist dem angemessen, in der wörtlichen Rede und in der Erzählung. Manchmal ist sie erwachsener und redet reifer, manchmal erzählt sie einfach und schlicht, wie sie es gerade fühlt. Dadurch ließ sich die Geschicht sehr zügig ohne Holpersteine lesen – und die Handlung passte sich dem an.

Schön fand ich auch, dass die Geschichte nicht damit endet, dass Casey Erfolg in New York nach der Aufnahmeprüfung hat. Man begleitet sie noch ein Stück weiter und erlebt ihren Werdegang in der großen Stadt, wodurch sie mir noch ein bisschen mehr ans Herz gewachsen ist.

Was kann ich mehr über ein Buch sagen, dass für Jugendbuchliebhaber geschaffen ist? Ich kann es nur empfehlen, es liest sich an einem verregneten Abend gut weg und bereichert einen mit guten Gefühlen. Volle Punkzahl von mir.

★★★★★

Lest auch die Rezension von Rica
Oder die von Kora

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2 Gedanken zu “[Rezension] Ein Traum und zwei Füße

  1. Das klingt ja mal wieder voll süß, das Buch! Werde nun mit „Ashes 01. Brennendes Herz“ beginnen und denke doch, dass ich es recht schnell durch haben werde. Hab ja noch Urlaub! 🙂

    LG
    Kathi

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  2. Deine Fragen:
    Aber dann muss man es ja rezensieren – oder verstehe ich das mit den Rezensionen falsch?
    Dokumentiert hab ich alles, zählen nur die auch besprochenen Bücher?

    Jetzt muss ich auch nochmal fragen: Wenn ich für die Bonusaufgabe noch drei Bücher gelesen habe, die aber erst im September rezensieren kann, zählen die Seiten trotzdem für August?

    Meine Antworten^^
    Es steht jedem frei ob er/sie die Bücher rezensiert, aber nur rezensierte Bücher zählen als erledigt.

    Ihr habt noch Zeit die Rezensionen zu schreiben, bis zum 3.9.12 im besten Fall, weil Marleen und ich dann alle Lösungen wie auch eure gelesenen Bücher + Rezi per E-Mail zugeschickt bekommen wollen, damit sich keiner weiter mit die August Aufgaben beschäftigt wenn schon die September Aufgaben veröffentlich wurden.

    LG Silke

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