[Rezension] Wild wie mein Verlangen

Wild wie mein Verlangen – Elizabeth Hoyt
Mira
Taschenbuch, Mai 2012
380 Seiten

7,99 €

Seit einigen Jahren ist Lady Emeline nun schon Witwe, und führt ein angenehmes Leben. Um sich die Zeit zu vertreiben begleitet sie junge Damen in die Gesellschaft. So auch Rebecca Hartley, nachdem deren Bruder Emeline darum gebeten hat.
Doch gleich zu Beginn fasziniert der Händler aus den Kolonien in Amerika die adlige Engländerin, und durch ihre Begleitung bei der jungen Rebecca kommen sich Emeline und Samuel zwangsläufig näher.
Anders als die englischen Aristokraten ist Samuel lockerer, verwegender, ungezügelter und trifft damit genau Emelines Charakter.

Langsam wird aus dem leisen Interesse eine heftige Schwärmerei, doch Emeline liegt ein großer Stein im Weg zur Liebe. Aus Rücksicht auf ihren Sohn Daniel hat sie bereits einer Zweckehe zugestimmt…

Samuel Hartley derweil ist nicht nur nach London gekommen, um sich in Abendgesellschaften zu vergnügen. Viele Jahre ist es nun schon her, dass er Soldatenkameraden bei einem Massaker in Amerika verloren hat, und wie er nun erfahren hat, wurde seine Kompanie damals verraten. In London vermutet er den Verräter, und sein Weg führt ihn zu Lord Vale…

Wie auch die Vorgängerbände hat „Wild wie mein Verlangen“ eine kleine Kriminalgeschichte. Die bringt die Protagonisten voran und fördert die Liebesgeschichte. Sie lenkt auch nicht ab.
Und auch diesmal gibt es eine weitere Geschichte in der Geschichte, zu Anfang jeden Kapitels wird „Eisenherz“ in Etappen erzählt. Das Buch ist ein neuer Auftakt zu einer vierteiligen-Reihe.

Ach, und wie erfrischend die Liebesgeschichte diesmal war. Seit langem habe ich einen historischen Roman gelesen, in dem die Protagonistin mal nicht jungfräulich war. Emeline weiß ganz genau, was sie mit einem Mann machen kann und muss. Sie hat zwar noch immer im Kopf, dass sich Genießen eigentlich nicht gehört, aber kann die Erotik nicht abweisen.
Die Liebes- und Bettszenen gestalteten sich also neu – es gab nur Erkundungen des neuen Körpers, nicht generell des Sexlebens.

Anders als bei „Mylady spielt gefährlich“ war ich diesmal einfach nur hingerissen von der Liebelei. Emeline möchte eigentlich nur noch eine Sicherung mit der Ehe, aber kann dem Charme von Samuel einfach nicht wiederstehen. Die Liebe wird größer und stärker.

Klassischerweise hat auch dieses Buch einen Showdown, der mir sehr gut gefallen hat. Ich mag es, wenn Menschen über ihre Schatten springen.

Ein großes Lob auch an die Übersetzung. Die Geschichte ließ sich locker lesen, ohne holprige Formulierung und Fehlerteufel.

Was kann ich anderes, als 5 Sterne zu vergeben? Elizabeth Hoyt trifft mal wieder meinen Geschmack. Historisch, erotisch, spannend und wunderbar romantisch!

 ★★★★★

Weitere Werke der Autorin:
Mein sündiger Engel (zur Rezension)
Mylady spielt gefährlich (zur Rezension)

Die Reihen auf Englisch:

The Princes Trilogy
– The Raven Prince („Aphrodites Schwester“)
– The Leopard Prince („Mein sündiger Engel“)
– The Serpent Prince („Mylady spielt gefährlich“)

The Legend of the four Soldiers
– To taste temptation („Wild wie mein Verlangen“)
– To seduce a sinner
– To beguile a beast
– To desire a devil

Sowie die Maiden Lane Serie.

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