[Rezension] Caras Schatten

Caras Schatten – Elisabeth Woods
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Anja Hackländer
Baumhaus
Hardcover, Juli 2012
288 Seiten

12,99 €

Sie waren 9 Jahre alt, als Cara und Zoe sich das letzte Mal gesehen haben. Dann musste Cara wegziehen und hatte das Gefühl, ihre Freundin im Stich zu lassen.
Doch 5 Jahre später ist Cara einigermaßen angekommen. Sie ist verliebt, und hat sich halbwegs in der Schule zurechtgefunden.
Doch ein Unfall bringt ihr den Spitznamen „Würger“ ein, und Cara wünscht sich nichts sehnlicher als eine wirklich gute Freundin – so wie Zoe. Wie der Zufall es will, taucht diese plötzlich wieder auf.
Mit der Rückendeckung, versteckt in Caras Zimmer, kann diese es mit der Umwelt wieder aufnehmen. Selbst, als plötzlich die gemeinen, gehässigen Mädchen aus der Schule verschwinden. Denn Cara traut Zoe so etwas nicht zu.
Aber alles in Ordnung ist mit der Kindheitsfreundin auch nicht mehr.  Zunehmend weiß Cara nicht mehr, wer Zoe überhaupt ist…

Caras Schatten“ ist quasi druckfrisch bei mir ins Haus geflattert. Obwohl es recht dick aussieht, geht die Geschichte runter wie Butter. Ich habe Nachmittags am Bahnhof mit dem Lesen begonnen, und musste es unbedingt am Abend auslesen – lange aufbleiben war Pflicht.
Die Geschichte entwickelt sich ganz harmlos. Man hat Mitleid mit der Protagonistin Cara, die zum einen verschüchtert und tollpatschig ist, aber auch ganz viel Empathie mitnimmt, weil sie einfach nichts dafür kann!
Zoe dagegen ist seltsam. Ich mochte sie nicht so richtig, und je verrückert sie wurde, desto mehr wollte ich, dass Cara eigenständig wird.

Hinten auf der Innenseite des Umschlags steht eine Leserstimme von goodreads. Das Buch hätte Gänsehaut ausgelöst und war einfach nur gruselig. Und dem kann ich nur zustimmen.
Im Verlauf des Lesens kam mir ein schlimmer Verdacht, der leider teilweise bestätigt wurde – und das war absolut gruselig!
Das Ende ist völlig anders als erwartet (wenngleich sich auch Teile ankündigen) und hat mich sehr begeistert. So schön durchdacht und wunderbar unter die Haut kriechend war lange Zeit kein Buch mehr. So ein richtiger Thriller war es ja nicht, eher ein unheimlicher Roman über eine seltsame Freundschaft.

Das Cover finde ich super gelungen. Die schwarze Rose (die man mit dem Schriftzug herrlich fühlen kann) und die auf einen zukommenden Äste, als liege man auf einer Lichtung und kann kaum noch den Himmel sehen. Nur eben in blassen Farben, als wäre das Sichtfeld irgendwie gestört.

Die Stimmung, die durch das Buch aufkam, ließ mich nicht los. Auch nach dem Lesen hab ich über die Handlung nachgedacht – über Details und kleine Anmerkungen. Ein dickes Lob an die Übersetzerin, die auch in deutscher Sprache so eine tolle Stimmung erzeugen konnte.

Ich will gar nicht mehr Worte verlieren. Das Buch ist ein absolutes Highlight diesen Monat, und ich lege es euch wärmstens ans Herz. Es gruselt, es fasziniert, es lässt einen nicht mehr los.
Volle Punktzahl für diese Neuerscheinung!

★★★★★
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Ein Gedanke zu “[Rezension] Caras Schatten

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