[Rezension] Meiner zieht immer

Meiner zieht immer!: Wieder Spaß am Spaziergang mit lockerer Leine
Ralf Lindner/ Bertie der Terrier
Kynos Verlag
Flexicover, 176 Seiten
Oktober 2011

19,90€

Ich lerne ja sehr sehr gerne dazu, gerade was die Be- und Erziehung meines Hundes angeht.
„Meiner zieht immer“ kam mir da gerade recht, denn Leinenführigkeit ist eines unserer Hauptprobleme (neben dem Winseln, dem schlecht hören und dem Rumzappeln XD ). Anders als so manches Hundebuch, dass gleich mit tollen Ratschlägen und Erziehungsmethoden anfängt, erklärt Mitautor Bertie, der Terrier, erstmal warum denn Hunde überhaupt ziehen. Und warum sie damit so oft Erfolg haben!

Wenn es draußen an der Leine nicht funktioniert, ist meistens an der ganzen Erziehung etwas nicht in Ordnung.
Schnell war für mich klar, dass mein Hund oft einfach nur gegen meinen Zug zieht, weil ich ziehe. Druck erzeugt Gegendruck, das habe ich recht früh festgestellt. Wenn ich also meinem Hund durch Körpersprache und Einschränkungen im Weg deutlich mache, dass er einfach nicht ziehen muss, weil es nicht zum Ziel führt – das funktioniert weitaus besser!

Charmant und humorvoll erzählt Bertie der Terrier von der Beziehung zu Seinem. Mit einigen Vorurteilen räumt er auf (Schwanzwedeln ist nicht gleich freundlich z.B.) und witzig erzählt er von Hundeplagen aus dem Alltag („Mach doch die Klotür mal zu, dafür ist sie da. Unsere Nasen sind so empfindlich!“). Die Nähe zum Erzählten ist also gleich noch eher da, als wenn Herr Lindner nur über Beziehung und Tipps sprechen würde.

Anschauliche Skizzen und Bilder erklären nochmal das Geschriebene. So habe ich manchmal doppel verstanden, was Bertie mir sagen will. Und anhand von Bildern kann man sich draußen leichter vor Augen führen, wie man dem Hund Dinge verständlich macht.

Das Buch ist natürlich keine Belletristik, die man an einem Abend weglesen kann. Ich habe das Buch einmal überflogen und dann Seite für Seite studiert, mir Notizen gemacht und mit meinem Herzblatt darüber gesprochen. Schließlich soll die Erziehung ja liebevoll funktionieren – und die Leinenführigkeit verbessert werden 😉 Noch immer lese ich daran und es wird auch nicht so schnell komplett ausgelesen sein.

Fest steht, dass sich die Beziehung zum Hund an vielen Stellen ändern muss, damit der Hund nicht zieht. Ich rate dennoch dazu, das Buch nicht als die einzig wahre Lösung zu sehen, denn jeder muss seine eigene Erziehungsmethode finden, die zu guten Ergebnissen führt und mit der man klar kommt. Seit wir unseren Hund draußen füttern (das wird nicht expliziert im Buch empfohlen, aber angesprochen) ist er viel aufmerksamer und auf uns fixierter. Das an der Leine ziehen hat sich auch stark minimiert.

Für Hundehalter ist das Buch also super. Doch auch angehende Besitzer können sich prima damit informieren. Von mir deswegen volle Punktzahl für ein Buch, das uns noch lange begleiten wird.

                                                           ★★★★

Schaut auch mal die anderen tollen Bücher vom Kynos Verlag an, von denen mich selbst „Rex and the City“ noch besonders interessiert. Und beim Kauf tut ihr gleich noch etwas Gutes!

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