[Rezension] Sex and the Kitty


Sex and the Kitty – Nancy the Cat
Knaur Taschenbuch
Januar 2012
256 Seiten

9,99 €

Die Tage können so EINTÖNIG sein, wenn man eine Katze ist. Schlafen, Fressen, Putzen, Vögel jagen, die Nachbarschaft besuchen… Nancy, das kleine schwarze Kätzchen, weiß, sie ist zu Höherem berufen!
Also stromert sie durch die örtlichen Pubs, schaut sich viele Häuser (und auch Autos) von Innen an, aber wird nicht mehr als eine kleine lokale Berühmtheit.
Irgendwie muss man doch berühmt werden!
Also macht sich Nancy auf, verschiedene Talente auszuprobieren. Doch bei einer Katzenschau wird sie missachtet, ihr Schauspieltalent endet im blutigen Massaker und eine Gesangseinlage führt zu Beschwerde von den Nachbarn.
Was macht Katze dann? Richtig – sie sucht sich eine Agentin. Doch ob damit das Glück gefunden ist…

Sex and the Kitty“ ist mal ein etwas anderer Roman. Geschrieben aus der Sicht von Nancy selber  erfährt der Leser von Geburt an alles mit. Eine Autobiografie bis zum Jetzt-Zeitpunkt sozusagen.
Leider muss ich sagen, war das teilweise weniger erheiternd. Nancy schreibt locker und versucht witzig zu sein, aber oft konnte ich mich einfach nicht zurecht finden. Ich kenne einige Katzen, jahrelang haben wir oft die Nachbarskatze gehütet, aber mittlerweile bin ich wohl zu sehr beim Hund. Ziemlich oft war ich nämlich sehr dankbar, keine so abenteuerlustige Katze zu haben…

Die Abenteuer, die Nancy erlebt, klingen glaubwürdig. Sicher ist an manchen Stellen etwas geschummelt worden (keine Katze kann Fahrpläne UND die Uhr lesen), aber Katzen haben bekanntermaßen schon so manche sehr intelligente Idee gehabt. Warum dann nicht auch der Besuch bei einer Schönheitsschau? Oder die Teilnahme an einem Theaterstück?
Irgendwie kam mir Nancy dann doch mehr vor wie ein Hund. Oder eine Hundkatze. Sie hörte aufs Wort, ließ sich nicht unterkriegen und versteht Befehle (kennt jemand Catdog, die Serie?).

Den im Buch beschriebenen Katzenblog gibt es übrigens wirklich. Anders als im Buch beschrieben scheint sich Nancy im „realen Leben“ aber etwas zurückgezogen zu haben. Die Facebook Homepage scheint etwas zu ruhen, ebenso wie das Blog.

Für dieses etwas skurrile Buch mit der schrägen aber irgendwie doch nicht ganz so neuen Idee vergebe ich drei Sterne. Hundebücher sind mir doch lieber (zum Beispiel Herkules).

Übrigens finde ich das Originalcover viel viel toller!

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