[Interview] Mechthild Gläser

Nachdem wir nun erfahren haben, worum es in „Die Stadt aus Trug und Schatten“ geht, beantwortet Mechhild Gläser nun eure (und meine ^^) Fragen.
Readandbeyourself: Wie sieht dein perfekter Tag aus?
Mechthild Gläser: An einem perfekten (Arbeits)Tag stehe ich morgens früh auf, frühstücke, setze mich an den Rechner und schreibe sechs oder sieben Seiten, dann esse ich zu Mittag, schreibe die restlichen Seiten, bis ich insgesamt zehn habe und gebe mir anschließend den Rest des Nachmittags und den Abend frei. Weil ich allerdings noch studiere und meist Hunderttausend andere Dinge um das Schreiben herum organisieren und erledigen muss, sind perfekte Tage bei mir bloß ziemlich selten. Leider.
Kaffee oder Tee?

Tee. Eindeutig Tee. Ich mag zwar auch Kaffee, aber ich vertrage ihn überhaupt nicht, davon werde ich ganz aufgedreht und nervös. Deshalb habe ich das Kaffeetrinken irgendwann aufgegeben.

Was ist dein Lieblingsbuch, -autor und -genre?

Ich bin ein großer Fan von Jane Austen. Aber auch die Harry Potter-Bücher haben mir sehr gut gefallen. Eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist außerdem „Momo“ von Michael Ende.

Hast du ein Lieblingszitat aus deinen oder aus anderen Büchern? Wenn ja, welches?
Nein, da fällt mir spontan keines ein.
Hast du in deiner Kindheit bzw. jetzt als Erwachsener selber gerne Bücher gelesen (und liest noch) und wenn ja, welches Genre?

Als Kind und Jugendliche habe ich eigentlich alles gelesen, was mir in die Finger fiel. Fantasy, Krimis, Liebesromane, Thriller, Historische Romane, Kinderbücher, Klassiker, eben einfach alles. Ich habe es geliebt, in der Gemeindebibliothek, in die meine Mutter mich oft mitnahm, zu stöbern und auszuleihen. Momentan bleibt mir allerdings kaum noch Zeit zum Lesen, was ich sehr schade finde.

Wo schreibst du am liebsten? Hast du beim Schreiben ein bestimmtes Ritual, wie z. b. Musik hören oder einfach in einem stillen Raum sitzen?
Am liebsten schreibe ich auf der Couch oder draußen in der Sonne oder in einem wunderschönen Café. Aber ehrlich gesagt, vermeide ich es, an solchen Orten zu arbeiten, weil ich dort zwar am liebsten, aber nicht am besten schreibe. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es für mich am förderlichsten ist, wenn ich mich ganz langweilig an einen Schreibtisch setze, möglichst in einem kahlen, stillen Raum. Musikhören kann ich während des Schreibens auch gar nicht, das lenkt mich viel zu sehr ab. Nur in Ausnahmefällen stimme ich mich mal mit einem Song auf eine bestimmte Szene ein oder so. Am besten ist es aber, wenn es nur Word und mich auf einem unbequemen Stuhl gibt. Meistens nehme ich mir auch selbst das Internet weg. Ach, das klingt ja schrecklich, wenn ich mir meine Antwort so durchlese…

Wird die Familie mit einbezogen, z. B. als Testleser oder Informationsquelle?

Meine Familie unterstützt mich generell sehr. Fürs Testlesen habe ich aber eine gute Freundin, meine Agentinnen und meine Lektorin.

Wie hast du dich für das Genre entschieden, in dem du deine Bücher schreibst? Wolltest du schon immer Jugendbücher schreiben? Was fasziniert dich so an den Jugendbüchern?
Bei mir war das keine bewusste Entscheidung. Ich habe einfach irgendwann angefangen, das zu schreiben, was ich lese. Im Grunde schreibe ich die Bücher, die ich selbst gerne lesen würde. Und irgendwie kamen dabei bisher immer Geschichten für junge Menschen heraus. Was mich an Jugendbüchern besonders fasziniert, ist die Bandbreite dessen, was sozusagen „erlaubt“ ist. Ich habe den Eindruck, dass die Genrekonventionen im Kinder- und Jugendbuchbereich sehr viel lockerer sind, als in der Erwachsenenliteratur. Vielleicht, weil jüngere Leser noch offener für Neues sind. Ich jedenfalls habe das Gefühl, dass meiner Phantasie in diesem Bereich weniger Grenzen gesteckt werden. Aber vielleicht ist das auch nur mein subjektives Empfinden.
Durftest du an der Covergestaltung mitarbeiten?

Nein, das durfte ich nicht. Aber das ist auch vollkommen okay. So ein Cover ist eine ziemlich kniffelige Angelegenheit, schließlich ist es das Erste, was ein potentieller Leser sieht, wenn er durch die Buchhandlung stöbert. Von daher spielen dabei viele Faktoren eine Rolle, der Umschlag muss natürlich zur Geschichte passen, aber zugleich auch das Genre, zu dem diese Geschichte gehört, suggerieren und außerdem sollte er möglichst auffällig sein, damit die Leute das Buch überhaupt erst einmal in die Hand nehmen. Von daher bin ich froh darüber, dass es im Verlag Profis gibt, die sich darüber Gedanken machen und viel mehr Ahnung von alldem haben als ich. Generell gefällt mir das Cover von „Stadt aus Trug und Schatten“ aber auch sehr gut, vor allem, weil es so schlicht ist. Das hat Phillip Janta wirklich toll hinbekommen.

Bringst du auch eigene Erfahrungen, Träume und Gefühle, die du selbst erlebst, mit in das Buch ein? Gibt es in deinen Figuren Teile von dir?

Es ist nicht so, dass ich mir überlege, welche eigenen Erlebnisse oder Charakterzüge ich einbauen könnte. Allerdings denke ich, dass dies unterbewusst in großem Maße geschieht. Also Autorin habe ich ja schließlich nur meinen eigenen Erfahrungshorizont, auf den ich zurückgreifen kann. Und irgendwo hat jede Figur sicherlich ein bisschen was von mir abgekriegt. Von daher würde ich schon sagen, dass in meinen Geschichten sehr viel von mir selbst steckt.
Liegt dir eine Person deiner Bücher besonders am Herzen?

Neben meinen Helden Flora und Marian aus der Schattenwelttrilogie ist einer meiner absoluten Lieblinge der Eiserne Kanzler. Ich mag es sehr, wenn Figuren weder schwarz noch weiß sind, sondern irgendetwas dazwischen. Das versuche ich bei allen zu beherzigen, weil ich denke, dass dies menschliches Verhalten ausmacht. Niemand ist im wirklichen Leben nur gut oder nur böse. Der Eiserne Kanzler ist ein Paradebeispiel für diese Graustufen und mir trotz all seiner Macken sehr sympathisch.

Entwickeln sich die Charaktere in den Büchern eigenständig, oder ist alles schon am Anfang geplant?

Bevor ich anfange zu schreiben, plane ich ziemlich lange und ausführlich. Von daher denke ich jedes Mal, wenn ich eine Geschichte anfange, dass alles glatt gehen müsste. Doch dann kommt meist ziemlich rasch der Punkt, an dem sich meine Helden einfach nicht so verhalten wollen, wie ich es mir ausgedacht habe. Flora zum Beispiel neigt sehr dazu, sich und mir mithilfe ihrer großen Klappe Steine in den Weg zu legen.

Würdest du den eigenen Kindern deine Bücher vorlesen, oder greifst doch lieber auf andere, von anderen Autoren, zurück?
Ich lese unheimlich gerne vor und liebe es, dabei in die verschiedenen Rollen zu schlüpfen. Von daher möchte ich meinen Kindern (wenn ich später einmal welche habe), auf jeden Fall viel vorlesen. Das können natürlich meine eigenen Bücher sein. Aber es gibt auch sehr viele gute Bücher von Kolleginnen und Kollegen.

Könntest du dir vorstellen, einmal das Genre zu wechseln?
Das könnte ich mir schon vorstellen. Zum einen muss es für mich im Kinder- und Jugendbuch nicht immer Fantasy sein, aber auch, dass ich mal etwas für Erwachsene schreibe, möchte ich nicht ausschließen. Mir purzeln andauernd so viele Ideen durch den Kopf, wer weiß, was da in Zukunft noch alles dabei sein wird.
Wo holst du dir deine Inspirationen her?

Meine Inspiration finde ich überall und nirgends. Ehrlich gesagt, kann ich es gar nicht genau erklären. Manchmal glaube ich, dass ich einfach komisch denke, weil mich schon Kleinigkeiten auf die abstrusesten Ideen bringen. Zum Beispiel sehe ich eine Taubenfeder auf dem Bahnsteig und male mir daraufhin gefiederte Wesen aus, die unerkannt unter uns leben… Als wäre da irgendwo in meinem Gehirn ein geheimer Ort, der aus allem, was mir so im Alltag begegnet Geschichten bastelt. Wobei ich nie weiß, was dabei herauskommt. Deshalb trage ich auch seit Jahren immer ein kleines Notizbuch bei mir, ganz egal, wohin ich gehe. Mein größter Albtraum ist es, eine Idee zu vergessen, weil ich keinen Stift dabei habe.

Was hältst du von Ebooks?

Ich persönlich besitze keinen Ebook-Reader und habe bisher auch noch kein Buch in dieser Form gelesen. Als Leserin gefallen mir ja der Geruch von Papier und das Gefühl, ein echtes Buch in den Händen zu halten, das hat so etwas Atmosphärisches. Was ich schon praktisch fände, wäre die Möglichkeit, ständig eine kleine Bibliothek in der Handtasche bei mir tragen zu können. Bis jetzt konnte ich mich allerdings noch nicht zur Anschaffung eines solchen Readers durchringen. Als Autorin bin ich außerdem skeptisch, was Raubkopien betrifft. Von daher finde ich es auch gar nicht so schlimm, dass es „Stadt aus Trug und Schatten“ bisher nicht als Ebook gibt.
Was ist der große Unterschied zwischen Romanen für Erwachsene und Kinderbüchern den man beim schreiben immer im Hinterkopf haben sollte? Was sollte man beim Schreiben von Jugendbüchern am besten vermeiden?
Ich glaube, so einen großen Unterschied gibt es zwischen Büchern für Erwachsene und Jugendliche eigentlich gar nicht. Die Protagonisten sind natürlich jünger, als im Erwachsenenroman und haben entsprechend ihres Lebensabschnitts andere Themen, die sie beschäftigen. Außerdem gibt es weniger Sex- und Gewaltszenen. Wie oben schon einmal erwähnt, habe ich auch das Gefühl, dass mehr Neues erlaubt ist. Aber das sind ja alles Dinge, die man schon in der Konzeption berücksichtigt. Ansonsten habe ich beim Schreiben nicht ständig die durchschnittliche dreizehnjährige Leserin im Kopf, sondern erzähle einfach meine Geschichte so, wie ich sie auch selber gerne lesen würde.
Wie schafft man es jugendgerecht zu schreiben? Ich stelle es mir schwierig vor, nicht immer wieder in zu komplizierte Sätze abzurutschen. Wie sieht die sprachliche Vorbereitung zu einem Jugendbuch aus? Erstmal einige Wochen nur mit Jugendlichen in der Altersklasse sprechen, für die die Geschichte gedacht ist, oder gibt es da spezielle Tricks?

Bei einem Kinderbuch ist es meiner Meinung nach schon essenziell, dass man versucht, die Welt durch die Augen eines Kindes zu sehen. Diese Perspektive muss man beim Schreiben immer wieder bewusst einnehmen. „Stadt aus Trug und Schatten“ hingegen ist ja ein All-Age-Roman, der sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene richtet. Da habe ich mich sprachlich nicht groß drauf vorbereitet. Persönlich bin ich ja noch nicht so lange dem Jugendalter entwachsen, habe eine jüngere Schwester und auch in meiner Freizeit noch viel Kontakt zu Jugendlichen. Von daher war es für mich nicht soo schwierig, mich in Flora hineinzuversetzen und ihren Tonfall zu treffen. Zu komplizierte Sätze, über die man beim Lesen stolpert, stören natürlich. Aber das ist im Erwachsenenbuch nicht anders.

Wie wird aus einer groben Idee im Kopf mit der Zeit ein ganzes Buch?

Zuerst sammle ich alle möglichen Ideen in meinem Notizbuch und warte darauf, dass sie sich zu so etwas wie einer groben Geschichte zusammenrotten. Dann stelle ich mir selbst Fragen zu den dabei entstandenen Figuren und Handlungsfetzen und arbeite meist mit großen Pinnwänden, an die ich alles, was mit diesem Projekt zu tun hat, pinne. Irgendwann kristallisiert sich dabei dann ein Plot heraus, den ich in Kapitel aufteile und in eine Worddatei schreibe. In der Regel werkle ich dann noch einige Zeit an dieser Datei herum, plane Szenen und Übergänge und prüfe, ob der Spannungsbogen stimmt. Das ist das Gerüst, an dem ich mich schließlich beim Schreiben entlang hangele. Weil meine Figuren nicht immer das machen, was ich will, und mir während der Arbeit außerdem andauernd neue Ideen kommen, erinnert der fertige Text hinterher allerdings nur noch grob an die geplante Version. Aber das ist auch ganz gut. So bleibt es spannend

Was ist das beste Kinderbuch, das du je gelesen hast und warum?

Mein Lieblingsbuch als Kind war „Momo“ von Michael Ende. Neben ihm verehre ich auch Astrid Lindgren sehr. Es ist bewundernswert, wie diese Autoren es schaffen, Kinder anzusprechen und in ihrer Lebenswelt abzuholen.
Welche Themen sollten in Kinder- und Jugendbüchern öfter behandelt werden? Findest du es – wie es manche Politiker fordern – wichtig und richtig, Kinder schon früh mit Toleranzthemen wir Integration oder gleichgeschlechtlicher Liebe zu konfrontieren?
Ich bin fest davon überzeugt, dass alles, was wir lesen, uns ein klein wenig verändert und Einfluss auf unser Denken und Handeln hat. Das darf man als Autor nicht unterschätzen. Von daher sollte man sich schon Gedanken darüber machen, welche Aussagen man in seinen Geschichten vermittelt. Allerdings weiß ich auch noch, wie langweilig ich selbst als Kind und Jugendliche sogenannte „Problembücher“ fand. Für mich geht es bei einem Buch zuallererst darum, dass es den Leser unterhält. Denn darum greift man schließlich zu einem Roman, man will unterhalten werden. Wenn man dabei noch etwas lernt, ist das schön und gut. Einem Buch, das allerdings vor allem und in erster Linie erziehen will, merkt man das leider nur allzu oft an. Von daher könnte ich mir nicht vorstellen, eine Geschichte um eine moralische Botschaft herum zu stricken.
Wolltest du schon immer Autorin werden?
Nein. Es ist eine etwas merkwürdige Sache, aber bis ich 14 Jahre alt war, habe ich vor allem wahnsinnig gern gelesen und hatte unheimliche Ehrfurcht vor all den Geschichten. Der Gedanke, selbst etwas zu schreiben, kam mir erst, nachdem eine Lehrerin für die Theatergruppe meiner Schule, an der ich teilnahm, ein Stück verfasste. Damals war ich in der achten Klasse und begriff plötzlich, dass es ganz normale Menschen sind, die Bücher schreiben, keine überirdischen Wesen. Von dem Moment an wusste ich, was ich einmal tun wollte (und wagte mich an den ersten eigenen Text).
Fass bitte dein Buch, in eigenen Worten, kurz zusammen.
In „Stadt aus Trug und Schatten“ geht es um die Frage, was mit unserem Bewusstsein passiert, wenn wir einschlafen. Die Grundidee ist die, dass die Seelen aller Menschen Nacht für Nacht in die farblose Metropole Eisenheim wandern und dort ein zweites Leben führen, wobei sich aber nur die wenigsten von ihnen am nächsten Morgen daran erinnern können. Diese Wenigen nennt man Wandernde. Flora ist 17 Jahre alt und wird plötzlich zu einer solchen Wandernden. In Eisenheim erfährt sie, dass ihr unterbewusstes Ich dort ein Verbrechen begangen und einen mächtigen Stein, den Weißen Löwen gestohlen und versteckt hat, hinter dem nun eine ganze Reihe von Leuten her ist. Nur leider hat Flora keinen blassen Schimmer, wo der Stein abgeblieben sein könnte. Schon bald greifen die Schatten Eisenheims auch auf Floras reales Leben über. Außerdem taucht in beiden Welten der finnische Austauschschüler Marian auf, der eine merkwürdige Anziehungskraft auf Flora ausübt.
Wenn in der „wachen“ Welt ein Gebäude zerstört wird, wie z.B. das World Trade Center, stirbt dann auch die Seele des Gebäudes, wenn es in Eisenheim existiert hat?
Das ist eine interessante Frage, über die ich mir noch gar keine Gedanken gemacht habe. Theoretisch müsste es so sein.
Wieso sind die Seelen der Tiere so anders als die Seelen der Menschen?
Ganz ehrlich: Weil ich das cool fand 🙂 ! Mich hat die Vorstellung fasziniert, dass in jedem Tier ein verborgenes Fabelwesen stecken könnte.
Suchst du selber gezielt nach Besprechungen?
Am Anfang, kurz nach dem Erscheinen von „Stadt aus Trug und Schatten“, habe ich das schon getan und andauernd nach dem Titel gegoogelt. Es ist eben irre aufregend, wenn man jahrelang nur im stillen Kämmerlein geschrieben hat und plötzlich die ersten Rezensionen von echten Lesern eintrudeln. Allerdings war das sehr zeitaufwändig, weshalb ich mittlerweile nur noch ab und an bei Amazon und Co. vorbeischaue.
Eine Rezensentin bei Amazon vergibt deinem Buch nur einen Stern, weil ihr das Buch nicht „rund“ genug war. Wie gehst du mit solchen Kritiken um – und wie fühlst du dich dabei?
Es wird bemängelt, dass das pinke Cover nicht zum Inhalt passt. Wie siehst du das?
Bücher sind Geschmacksache. Mir selbst gefallen als Leserin ja auch nicht alle Romane und Genre gleich gut. Von daher erwarte ich das auch nicht von anderen. Es ist okay für mich, wenn jemand mein Buch nicht mag. Natürlich liest man als Autorin lieber Lob als Kritik, aber auch Kritik gehört dazu und ich versuche, daraus zu lernen (jedenfalls wenn sie höflich und konstruktiv ist, Beleidigungen ignoriere ich). Als ich „Stadt aus Trug und Schatten“ geschrieben habe, war ich 23 Jahre alt und es wäre wirklich schade, wenn das der Punkt war, an dem meine schriftstellerische Entwicklung geendet hat. Kritik hilft mir dabei, besser zu werden.
Die Meinungen zum Cover sind in der Tat recht zwiespältig. Manche mögen die Schlichtheit der Zeichnung und das Rot-Pink, das diese ein bisschen durchbricht. Andere sagen, ein schwarz-weißes Cover hätte besser zur Geschichte gepasst. Ich persönlich liebe das Motiv, die Schrift und die gesamte Aufmachung. Weil Pink zufällig meine Lieblingsfarbe ist, stört mich auch die Farbgebung nicht. Es stimmt, die Geschichte selbst ist eigentlich nicht besonders rosig. Da die nächsten beiden Bände allerdings von der Handlung her noch düsterer werden, muss es ja auch noch Spielraum in dieser Hinsicht geben…
Lernen wir in den Folgebänden auch andere Figuren, wie Christabel, besser kennen?
In den Folgebänden werden natürlich viele Personen aus dem ersten Teil weiter vorkommen, aber wir werden auch einige neue kennen lernen.
Wann bist du Flora und Marian zum ersten Mal selber begegnet?
Flora stolperte im November 2009 in mein Notizbuch, als ich gerade mit den Grundgedanken der Geschichte spielte. Marian folgte ziemlich rasch danach, als ich nach jemandem suchte, der diesem quirligen Mädchen die Stirn bieten konnte.
Was war dein bisher schönstes Erlebnis mit Lesern?
In den vergangenen Monaten durfte ich bereits einige Lesungen machen und ich muss sagen, dass ich nicht gedacht hätte, wie viel Spaß es mir machen würde, aus meinem Roman vorzulesen und dann mit anderen darüber zu diskutieren. Zwar bekomme ich auch über das Internet viel Feedback von Lesern, aber ein persönliches Gespräch ist doch etwas ganz anderes.
Hast du dir das Autorendasein so vorgestellt, wie es jetzt ist?
Nein, ich dachte, es wäre viel ruhiger. Interviews :), Lesungen etc. nehmen doch mehr Zeit in Anspruch, als ich dachte. Außerdem ist es für mich eine ganz neue Erfahrung, mit festen Abgabeterminen zu arbeiten. Es ist natürlich toll, wenn eine Berufung, die bisher lediglich ein Hobby war, sich Schritt für Schritt zum Beruf entwickelt. Damit geht für mich ein Traum in Erfüllung und ich finde das wirklich fantastisch. Aber es bedeutet eben auch, dass ich nicht mehr nur nach Lust und Laune schreiben kann.
Wird es von dir noch weitere Jugendbücher geben?
Ja. „Stadt aus Trug und Schatten“ ist der erste Teil einer Trilogie, der zweite Band wird im Januar 2013 erscheinen, der dritte im Jahr darauf. Außerdem arbeite ich bereits an anderen Projekten, über die ich jedoch noch nichts verraten darf.
Wie gehst du mit den neuen Möglichkeiten um, mit Lesern in Kontakt zu treten (zB. Amazon, Facebook, Twitter, etc.)?
Ich habe eine Homepage (www.mechthild-glaeser.de) und bin auch bei Facebook zu finden. Generell freue ich mich immer sehr über Rückmeldungen und Fragen zu meinen Geschichten.
Vielen vielen Dank für deine Zeit!

Vielen Dank, dass ich dabei sein darf!

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Ein Gedanke zu “[Interview] Mechthild Gläser

  1. Mist, bis zur eBook-Frage war ich kurz davor, zu Amazon zu eilen und nach einer eBook-Ausgabe zu gucken. Aber egal, ich meine gesehen zu haben, dass das Buch sehr gut aussieht und sich in meinem Regal bestimmt gut machen würde ;-))

    Schönes und interessantes Interview, Sandra!

    Liebe Grüße
    Marleen

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