[Rezension] Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry – Rachel Joyce
Aus dem Englischen von Maria Andreas
Krüger Verlag, Hardcover
Mai 2012
379 Seiten

18,99 €

Harold Fry ist seit kurzem pensioniert und sitzt nur zu Hause herum. Seiner Frau geht er auf die Nerven – und umgekehrt. Eines Morgens erhält er einen Brief einer ehemaligen Kollegin, die an Krebs erkrankt im Sterben liegt. Weil Harold einst einen Fehler gemacht hat, will er nun sein Beileid angemessen zeigen.
Aber ein Brief scheint nicht auszureichen. Harold geht von Briefkasten zu Briefkasten und merkt, dass er seine alte Freundin eigentlich gerne wiedersehen würde.
Ihre Klinik ist am anderen Ende Englands… kein Problem, denkt sich Harold. Ich gehe einfach hin…

An dieses Buch bin ich durch Franziska Huhnke gekommen. Der Verlag hat im Rahmen der „Pilgerbuchaktion“ ein Exemplar an sie verschickt und ich durfte es zuerst lesen.
Neben dem schlichten Lesen sollten wir auch im Buch Stellen markieren, die uns gefallen und dieses Buch einfach benutzen.
Meine Fahrradtasche hat sich zumindest im Buch verewigt…

Harold Fry ist ein total niedlicher Kerl. Anders kann ich es nicht beschreiben. Schon im ersten Kapitel habe ich ihn ins Herz geschlossen. Er steht sich immer selbst im Weg, und wie oft wollte ich ihn schütteln und rufen „sag doch mal was! Entscheide! Sei jemand!“.
Aber er weiß, dass das nicht perfekt ist.

An dem Buch hat mir sehr gut gefallen, wir ruhig es ist. Kontinuierlich geht Harold seinen Weg (im wahrsten Sinne des Wortes) und lässt sich durch nichts abbringen. Dass Maureen die Dinge oft anders sieht, behindert ihn nicht.

Während der Pilgerreise verändern sich die Menschen, zumindest ein bisschen. Harold und Maureen sehr. Das fand ich schön, weil ihr Charakter sich nicht groß umkremelt. Sie finden nur ein bisschen Glück.
Mit jedem Schritt, den Harold macht, erfahren wir auch mehr über seine Vergangenheit, seine Familie und seine Beziehung zu Queenie. Bis ganz zum Schluss sind viele Dinge offen, die aber zufriedenstellend gelöst werden.

Weil ich die Idee gut finde, die um das Buch gebaut wurde, und am Ende des Buches sogar mein Herzblatt über meine Schulter mitgelesen hat, kann ich dem Buch nur 5 Sterne vergeben. Es liest sich in einem Rutsch, packt einen und greift mitten ans Herz.

★★★★★

Schaut auch mal im BlueNaversum.
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Ein Gedanke zu “[Rezension] Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

  1. Hallo 🙂 Du hast eine sehr sehr schöne Rezension geschrieben und ich musste über die Textstelle “ und am Ende des Buches sogar mein Herzblatt über meine Schulter mitgelesen hat“ sehr schmunzeln. Doch es zeigt das das Buch etwas besonderes ist. Ich freue mich schon richtig darauf wenn mich das Buch erreicht.

    Liebe Grüße von der Hoxi

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