[Rezension] MÈTO Das Haus

Méto Das Haus – Yves Grevet
dtv, Reihe Hanser
Übersetzt von Stephanie Singh
Hardcover
224 Seiten

14,95 €

Auf einer Insel liegt ein Haus, in dem Jungen aus vier Alterstufen leben, lernen und trainieren. Sie wissen nicht, woher sie kommen, wann ihre Zeit im Haus vorbei ist und wofür sie überhaupt lernen.
Méto ist einer der Ältesten, und nachdem einer seiner Freunde eines morgens abgeholt wird, weil er zu groß wurde, soll er einen neuen Mitbewohner betreuen.
 Crassus lernt schnell, doch macht auch noch Fehler. Weil Méto für den Jungen in der Anfangszeit verantwortlich ist, muss er auch für dessen Taten einstehen. Vier Tage lang muss er in einem eiskalten Raum verbringen.
Der dort lebenden Romulus erzählt Méto, dass das Leben nach dem Haus nicht schön wird. Méto möchte unbedingt mehr erfahren und stellt fest, dass er nicht der einzige ist, dem es so geht.
Aber die Cesaren, welche die Oberauchsicht führen, überwachen alles. Meist mit Hilfe von Spionen…

Schaut auch den Buchtrailer an, der noch ein bisschen mehr erzählt:

„Méto“ ist für mich seit langem mal wieder ein Roman, der aus dem Französischen kommt. Und von der ersten Seite an ist das Buch spannend.
Gemeinsam mit Méto und seinem Schützling Crassus lernen wir zu Beginn das Haus mit dem Programm, den Vorgehensweisen und Strafen kennen. Diese Einführung fand ich sehr schön, so lernte man die Bewohner kennen.
Bis ziemlich zum Ende musste ich mir immer wieder das System in Erinnerung rufen, nachdem die Jahrgänge geordnet wurden. Zwischenzeitlich ist es also etwas kompliziert, aber man findet sich dennoch gut durch das Buch.

Die Sprache war wirklich einfach. Die Sätze sind sehr flüssig, es gibt keine unnötigen Schnörkel und die Infos kommen dann wenn man sie braucht. Das Buch hat mich in einem Rutsch gepackt – es kann sicher auch langsamer gelesen werden, aber für mich flog es nur so hin.

Achtung Spoiler:

 Mein klitzekleiner Kritikpunkt ist , dass man so GAR nichts von der Insel mitbekommt. Méto geht einmal auf den Turm und blickt weiter, aber sonst erlebt man nur das Haus von innen. Ich hätte mir wenigstens eine Beschreibung (mehr als die Karte) gewünscht. So wird die Spannung auf das nächste Buch noch mehr gesteigert, klar. Aber etwas mehr hätte nicht geschadet.

Spoiler Ende.

Zur Aufmachung des Buches muss ich dem Verlag mein volles Lob aussprechen. Bei Lovelybooks sagte einer, dass das Buch an eine VHS-Hülle erinnert. Schwarzer Buchschnitt, schwarzweiße Zeichnungen und diese schwarzweiße Schlichtheit gaben dem Lesen noch ein besonderes Flair. Die Schrift war etwas größer als ich gewohnt bin, wodurch ich noch ein bisschen schneller lesen konnte.

Der Roman war packend, aufreibend und macht Verlangen nach mehr. Zum Glück erscheint im Oktober schon der zweite Band, denn die Geschichte von Méto hat gerade erst angefangen!
Weil mir der entscheidende Kick aber gefehlt hat, vergebe ich nur 4 Sterne.

★★★★☆

Dieses Buch wurde gelesen im Rahmen der Lovelybooks Leserunde
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4 Gedanken zu “[Rezension] MÈTO Das Haus

  1. Ich habe vor Kurzem eine Leseprobe von „Méto“ gelesen und fand die richtig gut. Das Cover hat mich eigentlich abgeschreckt, aber jetzt werde ich es mir wohl kaufen 🙂

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  2. Hallo Enni,

    das Cover ist ein bisschen… „französisch“, finde ich. Aber es liest sich gut weg. Schau es dir doch nochmal im Laden an, dann weißt du eher, ob es dir gefällt 🙂

    Liebe Grüße,
    Sandra

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