[Rezension] Starters

Starters – Lissa Price
März 2012
IVI, gebundene Ausgabe
400 Seiten

15,99 €

Empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

Nach dem letzten Weltkrieg ist die Welt nicht mehr, wie sie einst war. Im letzen Zuge wurden giftige Sporen abgeworfen, von denen ein Großteil der Bevölkerung verstarb – vorrangig Erwachsene. Nur Senioren und Kinder blieben übrig, und eine spezielle Impfung ermöglicht es nun Jugendlichen Erwachsen zu werden.
Doch durch den Tod so vieler Erwachsener sind unzählige Kinder zu Waisen geworden. Häuser und Grundstücke gingen in den Besitz der Stadt, die nun von alternden „Enders“ beherrscht wird. Dank medizinischer Unterstützungen werden Menschen weit über 200 Jahre alt.
Die Jugendlichen, die sich ohne Eltern durchbringen müssen, besetzen leerstehende Häuser, so lange sie können. Doch Marshals sammeln diese verwaisten Kinder ein.

Callie und ihr Bruder Tyler sind ebenfalls ohne ihre Eltern unterwegs. Da Tyler jedoch Medikamente braucht, lässt sich Callie auf einen Vertrag mit Prime Destinations ein. Für einen vorgegebenen Zeitraum bucht ein „Ender“ ihren Körper.
Doch bei der dritten Buchung erwacht Callie aus dem Tiefschlaf und weiß zunächst nicht wo sie ist. Scheinbar ist die Verbindung zur Kundin unterbrochen. Bevor Callie aber die Body Bank aufsuchen kann warnt sie eine innere Stimme…

Starters“ ist eine der wenigen Dystopien, in der keine Zombies oder verwirrte blutrünstige Menschen vorkommen. Nur natürlich der Konflikt zwischen den Überlebenden.
Lissa Price setzt wie viele andere weite medizinische Kenntnis voraus (womit aber dennoch das Bevölkerungssterben nicht verhindert werden konnte) und hohe technische Fortschritte.

Callie ist ihrer Situation angepasst. Ohne Eltern muss sie die starke Frau sein, sich um ihren Bruder kümmern. Und dabei wird sie gerade erst erwachsen, erlebt die zaghafte erste Liebe und das Leben.
Die Chance, die sich ihr durch ihre Kundin bietet, nimmt sie wahr. Jedoch nicht aus Egoismus, wie ihr vorgeworfen wird, sondern aus purem Überlebenswillen – und aus Angst um ihren Bruder.

Der Schreibstil war sehr dynamisch. Keine schweren Worte oder komplizierte Sätze verlangsamen das Lesen, man wird nur durch die Geschichte getrieben. Das Lesen fiel mir endlich mal wieder sehr leicht, obwohl ich den Anfang etwas holprig fand.
Die Geschichte steigt mit Callies erstem Besuch in der Body Bank ein – für einen Film vermutlich eine gelungene Szene, aber die ganzen großen Infos kamen mir etwas zu spät.

Die Idee, dass man sich Körper ausleiht um wieder jung zu sein, war grandios. Es erinnerte mich ein wenig an den Film mit Bruce Willis (wie hieß der nochmal…), bei der er sich einen perfekten Körper aussuchen konnte. Das war aber eine Maschine, im Gegensatz zu Callie, die ihren eigenen Geist aufgibt.
So ganz nachvollziehen, warum dieses Buch das höchstgehandelte Debüt im englischsprachigen Raum sein sollte, kann ich allerdings nicht. So sehr sticht weder die Idee noch das Thema noch die Autorin heraus.
Aber mir soll es recht sein, was die damit machen 🙂

Insgesamt hat mich das Buch aber sehr überzeugt. Tolle Charaktäre, eine tolle Umgebung/Szenerie und eine super Geschichte machten das Lesen zum Vergnügen.
Ich vergebe 5 Sterne für diesen tollen, originellen Auftakt. Nur ungeduldig warte ich auf Band 2: „Enders“ (erscheint 2013).

                                                           ★★★★★

Schaut auch das Interview mit Lissa Price an.

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Ein Gedanke zu “[Rezension] Starters

  1. Das Buch steht auf meiner Wunschliste ganz oben. Ich habe noch einen Gutschein von einer Freundin und wenn wir uns wiedersehen, wird der sofort eingelöst. Es ist echt hart, immer wieder an dem Buch vorbei zu laufen und es dann nicht kaufen zu können^^

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