[Rezension] Perlmuttsommer

Perlmuttsommer – Deidre Purcell
Blanvalet Taschenbuch
Dezember 2011
528 Seiten

8,99

Pearl Somers lebt mit ihren Geschwistern und den Eltern im Torhaus von Kilnashone Castle. Pearls Vater ist der Chauffeur von Lord und Lady Areton, den Bewohnern des Herrenhauses.
Obwohl die Kinder aus der Stadt Pearl und die anderen Somers-Kinder schräng anschauen, weil sie für die Adeligen arbeiten, sind die Kinder glücklich.
Eines Abends dürfen die drei Geschwister bei einem großen Fest im Herrenhaus zuschauen. Pearl trifft auf dem Weg zur Galerie den Sohn der Adeligen, Thomas Areton. Auf den ersten Blick fühlt sie sich zu ihm hingezogen – eine Liebe, die jedoch völlig unerfüllbar ist.

An diesem Abend entflammt jedoch noch mehr als die Liebe zwischen den jungen Leuten. In den Stallungen bricht ein Feuer aus. Gelegt hat es Thomas selbst, denn die Ereignisse überschlagen sich.
Daraufhin flieht er in die Wildnis – und das Herrenhaus brennt größtenteils ab.

Die Familie Somers muss sich eine andere Anstellung suchen.

40 Jahre später ist Pearl eine erfolgreiche Autorin. Sie hat verdrängt, was damals geschah und was sie fühlte. Doch ihre Nichte Catherine stößt durch Zufalle auf die Geschehnisse und bohrt nach.
Pearl wird erneut mit dem Schrecken konfrontiert – aber auch mit der Liebe.
Muss sie bereuen, die Jahrzehnte hinweg nur diesen einen Mann geliebt zu haben? Oder empfindet Thomas Areton vielleicht noch immer genauso?

Perlmuttsommer“ ist das neuste Werk der Autorin Deidre Purcell. Wie in ihren anderen Büchern überzeugt sie erneut durch die detailreichen Beschreibungen – teilweise jedoch zu langatmig.
Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Pearl, Opal und ab der Mitte des Buches auch aus Catherines Sicht. In jedem dieser Perspektivenwechsel erfahren wir mehr über die Situationen und Geschehnisse.

Jede der drei Frauen hat einen anderen Charakter, und nimmt andere Dinge wahr. Pearl ist die ruhigere, die die Dinge sanfter betrachtet. Opal stolpert durch die Gegend und ist sehr überschwänglich. Catherine entdeckt sich noch selbst und verändert sich auf ihrer Reise.

Deidre Purcell schreibt auch sehr emotional. Die Gefühle der Figuren sind so innig beschrieben, dass jede Szene sehr mitnehmend ist. Der Strudel der Emotionen spitzt sich zu bis zum Ende.

Zunächst wird die Geschichte von Kilnashone erzählt, und der Klappentext, dass Pearl 40 Jahre später beschreibt, verwirrte mich. Allerdings ist der Anfang sehr wichtig, weil man sonst nicht versteht, warum Pearl so ist, wie sie ist.
Manchmal fand ich es entwas befremdlich, dass sich jemand über Jahrzehnte so auf einen einzigen Menschen einschießt – und Pearl hätte sicher andere Männer zumindest daten können – aber Purcell stellte ihre Figur sehr authentisch dar. Zum Ende hin war ich auch froh, dass Pearl niemand anderes geheiratet hatte.

Ich fand die Geschichte wirklich schön, und hätte gerne mehr erfahren, vor allem über Catherines Werdegang. Das Buch endet sehr offen.

Freunde von Liebesgeschichten mit dem Zauber Irlands und Englands finden hier ihr Glück. Von der Dicke des Buches sollte man sich nicht abschrecken lassen.
Ich vergebe vier Sterne für eine lange Geschichte voller Liebe, Landschaft und Erfüllung.

★★★★☆
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