[Rezension] Silberlicht

Silberlicht – Laura Whitcomb
März 2011
Übersetzt von Sabine Thile.
Pan Verlag
Gebundene Ausgabe
 320 Seiten

14,99 €
(TB 8,99 €, 1. Juni 2012

Eines Tages war Helen tot. Wie genau das passiert ist, weiß sie nicht mehr. Nur irgendwas hält sie in einer Hölle aus kaltem, schlammigen Wasser fest.
Bis sie eine klare, wunderschöne Stimme hört, an der sie sich festklammern kann.
Und seit diesem Tag spukt die tote Helen als unsichtbarer Geis an der Seite von Poeten. Zuerst bei einer Frau, dann bei mehreren Männern.
Zuletzt begleitet Helen Mr. Brown, der an einer Schule Englisch unterrichtet. Und dann geschieht das Unfassbare: Ein junger Mann lächelt Helen an!

Helen ist außer sich. Keiner kann sie sehen! Wie konnte der Junge sie ansehen? Das musste Zufall sein!
Doch James, der junge Mann, ist kein Zufall. Er ist eine spukende Seele, wie Helen, der sich einen Menschenkörper genommen hat.

Zwischen ihnen entbrennt die Liebe, und Helen wünscht sich nicht sehnlicher, als ihren James berühren zu können. Dafür muss sie sich ebenfalls einen Körper suchen.
Das Mädchen, in dessen Leben Helen sich schließlich einklinkt, ist jedoch nicht ohne Grund so willensschwach geworden…

Silberlich“ besticht in allererster Linie mit dem Cover. Obwohl es Silberlicht heißt, überwiegt ein goldener Schimmer. Die leicht raue Oberfläche fühlt sich ganz verzaubert an, und im Leselampenlicht schimmert der Umschlag verführerisch. Die Ornamente in Gold lassen den Frauenkopf (den ich erst jetzt sehe ^^) im Hintergrund durchscheinend und unwirklich glänzen.
Genau wie der Umschlag ist auch die Geschichte. Federleicht, glänzend und verschlungen flog der Inhalt vor meinen Augen nur so dahin. Ich kenne die Geschichte in der Originalsprache nicht – deswegen hat die Übersetzerin hier für mich ganze Arbeit geleistet! So wunderbar flüssig und verträumt geschrieben war das Buch sehr angenehm zu lesen.

Helen erzählt aus ihrer Perspektive, und man weiß nur soviel wie sie weiß. Dass sie rückblickend erzählt, lassen einige Kommentare wie „das hätte ich besser nicht getan“ erahnen.

Die Familien, in die James und Helen hineingeraten sind offensichtlich sehr liebevoll gestaltet (bzw.fies ^^). Laura Whitcomb muss sich etwas überlegt haben, dass die verschreckte, unter Höllenqualen leidende Helen ausgerechnet in einer streng christlichen Familie landet.
Die Abschlussszenen, die die letzten Minuten des jungen Pärchens zeigen, ist sehr schön geschrieben.

Obwohl ich im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit dem Buch war, störte mich ein wenig die Oberflächlichkeit. Helen und James treffen sich und ZACK lieben sie sich. Wahre Liebe hin oder her, an dieser Stelle ging es mir zu schnell. Auch nölt Helen ziemlich viel rum, und hat ihr Leben herzlich wenig im Griff.
Im Vergleich mit der „Mercy“-Reihe von Rebecca Lim, die ich gerade gelesen habe, schwächelt „Silberlicht“ für mich, deswegen gibt es nur vier von fünf Sternen.

★★☆
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Ein Gedanke zu “[Rezension] Silberlicht

  1. Mag ich auch so gar nicht, wenn Liebe auf den ersten Blick dann auch noch so schnell passiert. Denoch eine sehr hilfreiche Rezi, Sandra, und dadurch bin ich jetzt auf die Mercy Reihe aufmerksam geworden.

    Hab einen schönen Tag,
    Ise

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