[Interview] Anika Beer

Heute möchte ich euch gerne eine nicht ganz unerfahrene aber dennoch Newcomer-Autorin vorstellen. Anika Beer, geboren 1983, geboren in Oerlinghausen, lebt heute in Bielefeld. Kennen gelernt habe ich sie auf der Buchmesse in Leipzig, wo wir uns für einen kleinen Plausch am cbj-Stand zusammensetzten.

Zu ihrer Hauptbeschäftigung gehört das Schreiben – und herausgekommen ist nun ihr erstes Jugendbuch „Als die schwarzen Feen kamen“(meine Rezension). Bereits 2011 hat sie ein Buch über Vampire bei atb veröffentlicht. „Die Blutgabe“ ist unter ihrem Pseudonym Franka Rubus erschienen, Band 2 („Unberührbar“) folgt dieses Frühjahr.
Dass die Veröffentlichung eines Buches zu ihren innigsten Wünschen gehört, zeigen erste Schreibversuche mit der besten Freundin, der auch das Jugendbuch gewidmet ist. Die damals(vor wenigen Jahren) ausgedachten Geschichten sollten jedoch nicht veröffentlicht werden.
Social Media
Anika Beers Beziehung zum Social Media und Bloggern ist eine positive. Früher schrieb sie selbst Fanbriefe an Verlage, in der Hoffnung, Autoren würde das Lob über ihr Buch erreichen. Blogger haben aus ihrer Sicht heute eine viel direktere Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen. Überhaupt kann man z.B. per Facebook mit wenigen Klicks den gesamten Lebenslauf einer Person einsehen – die lange herrschende Distanz zwischen Autor und Leser ist also gering.
Lustiger Weise habe ich diesen Gesprächstermin über den Verlag vereinbart, während ich bei einigen anderen Autoren den Kontakt auch über Facebook suchte.
Heute als Autorin bewerte Anika Beer keine Bücher mehr, um den „Kollegen“ nicht zu nahe zu treten, weder positiv, noch negativ.
Weil das große böse Wort „Kritik“ dieses Jahr schon an so vielen Stellen eine Rolle spielte, fragte ich auch bei Frau Beer nach. Bei ihr gab es eine Zeit, da war natürlich jegliche Kritik wichtig, man konnte ja nur besser werden. Jetzt, seit zwei Bücher veröffentlicht sind, lässt Anika Beer jedoch Kritik von außen einfach an sich abprallen. Es ist viel wichtiger, was die Agentin und die Lektorin sagen – die kennen sich schließlich aus. Wenn jemand ihre Bücher nicht mag, ist das eben subjektiv.
Zum Buch
In den Jugendbuchbereich ist Anika Beer eher zufällig geraten. Der Verlag war an der Geschichte interessiert – obwohl schließlich die Altersempfehlung ab 12 beigegeben wurde, ist er stellenweise dennoch nicht zimperlich. Für weitere Werke könnte sich Beer gut vorstellen, weiter im Jugendbuchgenre zu bleiben, doch auch Erwachsenenromane möchte sie noch schreiben. Eventuell auch weiter als Franka Rubus.
Wer das Buch schon gelesen hat, weiß ein wenig von den Protagonisten Marie und Gabriel. Selten schaffen es Autoren, distanziert zu ihren Figuren zu bleiben, und so auch Anika Beer: In Marie ist ein bisschen ihres eigenen 15-jährigen Ichs eingeflossen.
Generell sind ihre Figuren aber sehr eigenständig und Beer erzählt mehr ihre Geschichte, wie sie ist, als das sie etwas verarbeitet.
Persönliches
Auf meine Frage, wie ihr perfekter Tag aussähe, reagierte Anika Beer nachdenklich. Sie merkte an, dass das eine schwere Frage sei, und dachte einen Moment nach.
Ihr perfekter Tag würde mit Sonnenschein starten, und mit einem guten, großen Frühstück, am besten mit vielen Freunden. Die Luft wäre gerade so warm, dass sie den ganzen Vormittag draußen im Gras liegen könnte, um die Wolken zu betrachten und über ihre Geschichten nachzudenken. Erst später am Tag setzte sich Beer an ihre Geschichte, und ließe den Tag mit einem Glas Wein vor dem (am perfekten Tag vorhandenen 😉 ) Kamin ausklingen.
Wie es zu dem Namen kam, und was Anika Beer sonst noch zu erzählen hat, findet ihr auch auf ihrer Autorenhomepage.
Ich bedanke mich bei Anika Beer für dieses nette, informative Interview und wünsche ihr viel Erfolg für den weiteren Werdegang!

Pssst: Im Mai wird Anika Beer nochmal hier auf dem Blog zu finden sein. Ihr habt bestimmte Fragen zu ihr und zu ihrem Jugendbuch? Dann schickt mir eine Mail an Readandbeyourself[at]gmail.com bis zum 31.4.2012!

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3 Gedanken zu “[Interview] Anika Beer

  1. Die Bücher von Anika Beer stehen tatsächlich schon länger auf meinem Wunschzettel. Als ich dann kurze Zeit danach erfahren habe, dass die Autorin in Bielefeld wohnt, so wie ich, sind die Bücher auf meinem Wunschzettel noch weiter nach oben gerutscht 🙂 Ich hoffe, dass ich bald mal dazu komme, ihre Bücher zu lesen!
    LG

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  2. @Lena,
    die Leseproben von den „Erwachsenenbüchern“ klangen auch schon sehr gut. Und „Als die schwarzen Feen kamen“ fand ich persönlich richtig gut – keine normale Schmonzette mit Weltuntergangsstimmung 🙂

    @Fini: Danke dir! Viel Spaß beim Lesen, wenn das Buch dann mal da ist 😉

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