[Diskussion] Was kommt nicht ins Bücherregal

Bei Alexandras Bücherwahnsinn bin ich auf einen interessanten Post gestoßen, zu dem ich mich selber äußern will.
Zitat:

Ich selber bin ja an sich eine sehr vielseitige Leserin, also, solange mich das Thema interessiert, lese ich das Buch auch, egal ob es ein Sachbuch, eine Biographie oder ein Roman ist. Und doch, ja auch bei mir gibts es Genres oder Themen, die mir einfach nichts ins Regal kommen. Und wenn, dann muss es was sein das nicht grade der Masse entspricht. 

Was also kommt mir nicht in die Regale…
Wie Alexandra bin auch ich offen für so ziemlich alles. Wenn ich ein Buch nicht kaufen muss (also geliehen oder geschenkt bekomme) schaue ich es mir an. Aus jedem Genre. Gerade Geschenke treffen ja nicht immer den persönlichen Geschmack.
Wenn ich von einem Autor oder einer Autorin (vor allem deutschen) erfahre, möchte ich mir häufig ein Bild machen. Einzige Ausnahmen bisher ist Sebastian Fitzek. So nett er mir als Mensch erscheint, kann ich mit seinem Genre einfach nichts anfangen… siehe unten.
Genre:
Alexandra hat von Horror gesprochen. So ähnlich ist es auch bei mir, weil ich defintiv solche Bücher nie selber kaufen würde. Stephen King habe ich mal gelesen, aber nur geliehen oder geschenkt. Auch blutige Thriller haben nichts bei mir zu suchen. Ich habe eine lebhafte Fantasie, und alles was mich beim Lesen gruseln lässt, hat hier nichts zu suchen. Ich schaue auch Filme aus diesem Genre nicht. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.
Überwiegend packe ich auch keine Krimis ein. Auch hier muss ein Bezug zum Buch bestehen, damit es mich interessiert (so z.B. Sherlock Holmes, der von einer Bekannten als Romanfigur übernommen wurde, oder mich als Klassiker interessierte).
 
Seit ein paar Enttäuschungen mache ich auch einen Bogen um Historische Romane, da mir die Umsetzung oft zu doof ist. Ich habe eine Zeit lang Mittelalter studiert, und Fachliteratur gelesen. Überzogene, fantastische Überlegungen, wie es denn nun hätte sein können, finde ich nicht mehr so gut. Gekauft wird in dieser Richtung nichts zur Zeit, die vorhandenen Romane bleiben vorerst.
Ebenso Biografien. Die müssen mir richtig richtig ans Herz gelegt werden, damit ich (Auto)Biographisches lese. Ansonsten werden sie nicht gekauft.
Autoren:
Konkret fällt mir Milena Moser ein, von der ich zwei Bücher gelesen habe – und beide haben mich genervt. Vielleicht verstehe ich sie nicht, vielleicht ist es nicht meine Literatur. Mehr von ihr will ich nicht lesen.
Generell habe ich so einige Autoren, bei denen ich zufrieden bin. Der Verlag ist auch immer entscheidend, ob ich weiter Bücher von dem Autor kaufe, oder eben nicht. Wolfgang Hohlbein zum Beispiel hat mich nach einiger Zeit enttäuscht, und mir gefällt die Aufmachung nicht.
Themen:
Weil ich mich auch auf vielen Blogs herumtreibe, meide ich seit einiger Zeit die Bücherthemen, die in aller Munde sind. Vampire, Werwölfe, Liebe zwischen Untoten, Zwerge, Drachen, Mystik. Alles zu oft besprochen, dass ich versuche, die Trauben aus den Rosinen zu picken.
 
Einen noch viel größeren Bogen mache ich außerdem um gesellschafts- bzw. politisch kritische Themenbücher. Ich lese zwar Nachrichten, höre im Auto Radio und schaue die Tagesthemen hin und wieder, aber wirklich kritisch möchte ich mich damit auseinandersetzen. Ich kenne ein bisschen die Publikationen, weil sich das für meinen Job einfach so gehört, aber selber lesen muss ich nichts davon.
 
Und ihr so? Was wandert definitiv nicht in eure Regale?
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4 Gedanken zu “[Diskussion] Was kommt nicht ins Bücherregal

  1. Chick lit! Damit kann ich wirklich nichts anfangen. Das Gleiche gilt für Comedy-Bücher. Bei beiden Genres würde ich die Bücher wohl abbrechen – überhaupt nichts für mich.

    Mit Biografien leider auch nicht, ich habe lediglich zwei in meiner Sammlung und plane nicht, sie zu erweitern 😉

    Krimis sind auch so ein Ding. Ermittlungen interessieren mich leider nicht die Bohne.

    Dafür stehe ich auf blutige Thriller, die schon am Horror kratzen.

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  2. Hallo meine Liebe,

    ich hab´s zwar schon bei Alex erwähnt, aber doppelt hält ja bekanntlich besser…

    In mein Regal kommt
    – kein Horror/Splatter a´la Richard Laymon (Stephen King hab ich mal vor 17, 18 Jahren gern gelesen)
    – keine Schnulzen a´la Nora Roberts und Sandra Brown
    – kein Chick-Lit mit allzu oberflächlichen Heldinnen (Susan Andersen hat mich da schwer enttäuscht)
    – keine Biografien bzw. Auto-Biografien
    – keine Regionalkrimis (z.B. Andreas Föhr)
    – keine historischen Romane
    – keine erotischen Romanen (ich hab zwar nichts gegen ein paar Sexszenen, aber Sex am laufenden Band muss nicht sein)

    Meine Lieblingsgenres sind ja blutige Thriller, spannende Krimis, Fantasy, Frauenromane, die mich zum Lachen bringen (oder auch zum Weinen, wie z.B. Silke Schützes „Erdbeerkönigin“). Vampirbücher muss ich inzwischen auch nicht mehr so viele haben (außer die Immortality Bites-Reihe), das Thema ist inzwischen sehr ausgereizt.

    Ich glaub, das wars…

    LG
    Sabine

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  3. Sandra, du solltest dich doch hin und wieder mit gesellschaftskritischen Büchern auseinandersetzen, denn nur so erfasst du alle Bereiche von Literatur. Gesellschaft und Politik gehen alle was an. Und wenn man es nicht tut, dann sollte man still sein!

    Si tacuisses philisophus mansisses.

    M+E

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  4. Hallo M+E 🙂 „Darüber bescheid wissen“ ist auch eine Art von Auseinandersetzung, finde ich. Vielleicht habe ich mich ein bisschen hart ausgedrückt, aber was ich damit meinte ist nur, dass ich nicht in einen Laden gehe und zB ein Buch von Sarrazin kaufe. Allerdings habe ich sogar kritische Bücher hier besprochen! Etwa „Dick, doof und arm“ oder „krank in Deutschland“. Das aktuelle Buch „Das Ende unserer Tage“ hat auch etwas kritisches (sogar die ARD hat es so aufgefasst). Es ist generell so, dass ich nicht von mir aus gezielt solche Bücher anschaffe, sondern mehr auf Empfehlung oder zur Rezension.

    Ich sollte wohl besser sagen, dass ich einen großen Bogen um „Möchtegern“-Gesellschafts- und politische Themenbücher“ mache.

    Wie gesagt, nur weil ich es nicht gezielt lese und haufenweise im Regal habe, heißt das nicht, dass ich mich nicht damit beschäftige. Natürlich gehen Gesellschaft und Politik alle etwas an. Muss ich deswegen darüber schwafelige Bücher lesen? Hetzschriften oder utopische Theorien? Reicht es nicht, wenn ich Artikel lese oder bestimmte Sendungen darüber schaue, wo ich oft von mehr Seiten input bekomme?

    Die Frage des Artikels hier war ja auch danach gestellt, was mir nicht ins Regal kommt. Und nicht, womit ich mich nicht beschäftige…

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