[Rezension] Dark Queen

Dark Queen Schwarze Seele Schneeweißes Herz – Kimberly Derting
Egmont INK
Aus dem Englischen („The Pledge“) von Tanja Ohlsen
Deutsche Ersterscheinung März 2012
362 Seiten

12,99 €

Empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre

Das Königreich Ludania hat seit Jahrhunderten die selbe Königin, denn die Herrscherin kann mit ihrer Seele den Körper wechseln. Doch das geht nur bei weiblichen Nachkommen, und seit zwei Generationen bringt das herrschende Königsgeschlecht nur noch Jungen hervor. Nun ist die Königin verzweifelt auf der Suche nach einer weiblichen Erbin – denn vor langer Zeit gabe es eine zweite königliche Familie, die jedoch ausgerottet werden sollte… und die Rebellen stehen vor der Tür, denn die Herrschaft der Königin ist nicht besonders angenehm…

Zur gleichen Zeit arbeitet Charlaina im Restaurant ihrer Eltern.Sie gehört zur Kaufmannsschicht, und darf nur die allgemeine Sprache und die ihrer Klasse verstehen – doch Charlie kann mehr. Sie versteht alle Sprachen. Nicht nur gesprochene, auch gemalte. Niemals darf jemand erfahren, was sie kann, denn die Königin hat das strengstens verboten.
Eines Abend lässt sich Charlie dazu überreden, in einen geheimen Club mit ihrer Freundin Brooklynn zu gehen. Dort lernt sie den charmanten Max kennen – doch irgendwie hat Charlie ein schlechtes Gefühl. Sie flüchtet nach Hause, aber der Gedanke an den seltsamen jungen Mann lässt sich nicht los. Mit ihrer Freundin besucht sie also erneut den Club, trifft diesmal jedoch Xander, der ihr seltsame Dinge erzählt…

Was wollen Max und Xander von Charlie – und wie lange kann die Königin den Kampf gegen die Rebellen noch halten?

Dark Queen“ ist eine der März-Neuerscheinungen bei INK. Irgendwie konnte ich mir nicht so recht etwas darunter vorstellen. Also war mein erster Eindruck sehr positiv. Im ersten Kapitel wird nämlich der Leser in die Machenschaften der Königin eingeweiht. Dann gibt es einen Zeitsprung, und die Sicht wechselt zu Charlie.

Zwischendurch wird hin und wieder die Perspektive gewechselt. Das war sehr angenehm, denn wenn Charlie nicht mehr erfahren hätte, konnte der Leser mal reinlinsen, wie es bei Max und Xander und der Königin aussieht.
Ganz so abschließend, wie ich es mir gewünscht hätte, wurden diese Gedankenfäden aber nicht verknüpft.

Die Aufmachung des Buches ist sehr gelungen. Das Cover ist schwarz mit schlangenhautartigen Elementen, und ein Mädchengesicht ist zu sehen. Die Schriftgröße war sehr angenehm und die Seiten flogen beim Lesen nur so dahin. Die Seitenzahlen sind mit kleinen Elementen umrahmt. Für die Gestaltung wurde sich also etwas überlegt, das finde ich gut.

Der Inhalt an sich war sehr interessant. Die Idee einer Gesellschaft, in der nur eine Frau regieren kann (und wie es durchschien wurden auch Nachbarländer nur von Frauen regiert, die nichts anderes anerkannten), das strikte Klassensystem und dass jede Schicht seine ganz eigene Sprache hat – nicht ganz neu, aber spannend! Kimberly Derting hat sich reelle Problematik mit einem Hauch Fantasy zusammengebastelt – an vielen Stellen war das gut überlegt, aber nicht gut durchgesetzt.
Oft fehlte mir ein bisschen mehr Tiefe, Details wurden angerissen und kamen nur bedingt weiter vor (wie Nutzung der Technik und der Vorgeschichte des Landes). Mit dem Verlauf der Geschichte wollte ich das Buch dann nur beenden. Das Ende fand ich aber vorhersehbar und fast ein bisschen fad.

Der deutsche Titel war auch nicht so passend. Erst ganz zum Schluss erfährt man, warum und wieso. Wird es also einen Folgeband geben? Mit etwas mehr Tiefgang?
Ich weiß, es ist ein Jugendbuch. „Ashes“ hat mich aber zum Beispiel total mitgenommen, ebenso wie „Schweig still, süßer Mund“. Warum sind manche Jugendbücher also etwas weniger anspruchsvoll, wenn der Verlag ein bestimmtes Level halten will, habe ich mich gefragt.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen, weil ich die Idee toll fand, die Geschichte einen runden Bogen hatte und mir Charlie gefallen hat. Letzendlich war die Geschichte jedoch etwas zu oberflächlich und so superspannend dann doch nicht.

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4 Gedanken zu “[Rezension] Dark Queen

  1. Das Buch hatte mich schon die ganze Zeit interessiert und lustiger Weise habe ich es genau an dem Tag gekauft, als du deine Rezi online stelltest. Habe es dann abends gesehen.
    Bin gespannt wie's mir gefallen wird.

    Gefällt mir

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