[Rezension] Mercy 1: Gefangen

Gefangen – Rebecca Lim
Mercy Band 1
Aus dem Australischen Englisch von Ilse Rothfuss
Gebunden, 254 Seiten
Ravensburger Buchverlag
1. Neuauflage 2011

14,99 €

Einst hatte Mercy wohl einen eigenen Körper – und Macht. Doch heute zieht sie mir ihrer Seele in fremde Körper, da sie keinen eigenen mehr hat. Meist brauchen diese Mädchen, derer sie sich annimmt, in irgendeiner Weise Hilfe.
So auch Carmen. Die schüchterne Sopransängerin hat Talent, kann sich aber nicht richtig durchsetzen.
Mercy verhilft ihr zu Ruhm, stellt aber fest, dass sie nicht ohne Grund in Carmens Körper sitzt. Denn in der Familie, in der Carmen zu Gast ist während der Gesangstage, ist die Tochter verschwunden – und nur der Junge Ryan glaubt noch daran, dass sie lebt. Mercy kann Ryan helfen, und begiebt sich mit ihm auf die Suche. Dabei entdeckt sie, dass sie mehr Kräfte hat, als sie ahnt. Und bringt sich selbst in Gefahr…

 „Gefangen“ ist der Auftakt einer Tetralogie. Rebecca Lim entwirft eine Geschichte über Freundschaft und Mut mit einem Gemisch aus Fantasy und Mythologie.

Der erste Eindruck des Buches war ein sehr positiver. Mercy erklärt die Dinge ein wenig, bevor sie in eine neue Gestalt schlüpft. Dieser Beginn und die Einlebung, die sie erst machen muss, helfen dem Leser beim Einstieg.
Das Buch ist dünn, dementsprechend entwickelt sich die Geschichte schnell und zügig. Im Prinzip könnte man das Buch in vier Stunden weglesen – was aber den Lesegenuss nicht mindert. Im Gegenteil. Es passiert alles genau richtig, ohne viele Schnörkel und ohne unnötige Szenen. Alles was Rebecca Lim schreibt, hat einen Grund. An einigen Stellen muss der Leser sich die Dinge zusammenreimen, aber das macht die Geschichte umso spannender.

Viele Fragen bleiben offen, als das Buch urplötzlich endet. Doch da bereits die folgenden drei Bände bei Ravensburger angekündigt wurden, denke ich, wird noch einiges geklärt.

 Die Figur der Mercy ist kein pubertierendes Mädchen, wie ihr Körper ausstrahlt. Vielleicht unabsichtlich handelt Mercy eher wie eine reife Frau, denn sie setzt Prioritäten und überdenkt teilweise ihre Handlungsweise sehr genau. Eine Entwicklung findet statt, wenn auch nur im Entdecken der eigenen Kräfte. Mercy ist eben älter, hat viel gesehen, auch wenn sie sich nur unterbewusst erinnert.
Da das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben ist, erfährt man sehr wenig über das Innere der anderen Figuren – eigentlich schade.

Das Cover des Buches ist ein echter Hinkucker! Das Auge im Gesichtsausschnitt glitzert stark in grün und blau, und das Wort „Mercy“ ist ebenfall mit hellem Glitzer bedeckt. Die Folgecover sind ebenfalls ähnlich hübsch:

Bildreihe von Damarisliest.blogspot.com

Ich vergebe fünf Sterne für einen gelungenen Auftakt, eine interessante Mischung und die Vorfreude auf mehr!

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Ein Gedanke zu “[Rezension] Mercy 1: Gefangen

  1. Glitzer auf dem Cover? Das grenzt ja schon fast an Instantkauf, hihi 😉

    Schöne Rezension, das Buch werde ich mir vormerken. (Jetzt wollte ich es grade zum Wunschzettel hinzufügen, da sehe ich: es war schon da.)

    LG
    Marleen

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