[Rezension] Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris

Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris – Franziska Franke

KBV Taschenbuch

September 2011

360 Seiten

9,90 €

Einige Zeit nach dem letzten gemeinsamen Abenteuer in Florenz begegnet David Tristam seinem großen Idol Sherlock Holmes in Südfrankreich wieder. Um den Meisterdedektiv aus der Reserve zu locken, versucht Tristam erneut Kunden für dedektivische Arbeit zu gewinnen. Doch ein Mordfall reicht schon, um Holmes‘ Abenteuerlust zu wecken.
Denn dieser Mordfall hängt mit einem Tagebuch zusammen, dass Holmes vor kurzem erwerben wollte. Es ist das Tagebuch seiner Großmutter, die angeblich im Dienste Marie Antoinettes gestanden haben soll. Besonders wertvoll wird das Tagebuch, weil es den Aufenthaltsort des Schatzes der ehemaligen Königin verrät.
Aber Holmes und Tristam sind nicht die einzigen, die den Schatz suchen. Ein skrupeloser Mörder schleicht durch Paris…

Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris“ spielt zeitlich einige Jahre nach dem letzten gemeinsamen Rätsel der Dedektive in Florenz. In einem Vorwort wird erläutert, dass der Zeitraum dazwischen noch unbekannt sein soll.

Die Geschichte ist aus der Sicht David Tristams geschrieben, der naiv und hungrig durch Paris stolpert. Dass er ständig auf die Essenszeiten hinwies, kam mir zwischendurch etwas lückenfüllend vor. Details, die leider nichts zur Gesamthandlung beigetragen haben.

Wie schon bei den Vorgängerbänden 1 & 2 ist Holmes stets unsymphatisch und doch brilliant zugleich. Sein Verhältnis zu Tristam ist gespannt, weil sie sich irgendwie nicht so recht leiden können, aber ihre Zeit miteinander verbringen.

Wirlich Großartig allerdings fand ich die Szenerie. Mit wenigen Worten versetzt die Autorin uns in das historische Paris. Da wird über die neumodische Erfindung „Fahrrad“ gemeckert, Tristam erfährt die Großstadt und Holmes weiß sogar noch mehr über die Historie. Es würde mich sehr interessieren, ob Frau Franke selbst mal in den Katakomben von Paris war, oder ob ihre Fantasie da sehr hilfreich war 🙂

Ganz so gut wie die vorhergehenden Geschichten fand ich leider diesen Sherlock Holmes-Teil nicht. Doch auch diesmal konnte Franke mit guter Schreib- und Ausdrucksweise und Detailsgenauigkeit punkten. Neben dem Krimi (mit einer gelungenen Idee!) erlebt der Leser also eine historische Stadtführung durch und unter Paris.
Vier von fünf Sterne dafür!

★★★★☆


Die Vorgänger:
Rezension „Sherlock Holmes und die Büste der Primavera“
Rezension „Sherlock Holmes und der Club des Höllenfeuers“
Rezension „Der Tod des Jucundus“

Advertisements

2 Gedanken zu “[Rezension] Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris

Schreib mir einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s