[Rezension] Altes Eisen

Altes Eisen – Guido M. Breuer

KBV Taschenbuch

Deutsche Ersterscheinung März 2010

230 Seiten

9,50 €

Band 2

Vor dem Kölner Dom wird ein Mönch aufgespießt vorgefunden. Die Kriminalpolizei vermutet, dass der ermordete Domschatzarchivar Kunsträuber am Grabmal des Erzbischofs Konrad von Hochstaden überrascht hat – doch unerklärlicher Weise scheint nichts zu fehlen.
Komissarin Rita Bertold hat keinen richtigen Verdacht, und wendet sich an ihren Vater, Lorenz Bertold, Kommissar a.D.. Denn dieser hat einen weiteren Mordfall aufgefunden, in der Burg Nideggen in der Nordeifel.
Scheinbar zusammenhangslos und doch rätselhaft können Rita und Opa Bertold sich keinen Reim aus den Morden machen.
Also ein neuer Fall für die Seniorencrow um Opa Bertold! Obwohl Rita ihrem Vter nahe legt, sich nicht zu sehr einzumischen, kann der ehemalige Polizist natürlich nicht das Denken seinlassen – und befindet sich mit seinen Freunden plötzlich mitten in einem Bandenkrieg!

Altes Eisen“ ist der zweite Band von Krimi-Autor Guido M. Breuer. Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, war es sehr leicht, die Figuren kennen zu lernen (erst nach fortgeschrittenem Lesen habe ich festgestellt, dass es einen Vorgängerband gab 🙂 ).
Entsprechend gut war mein Eindruck – Breuer führt den Leser eingehend sowohl in die Kriminalarbeit als auch in das Seniorenleben. Ständig musste ich an meine Omi denken, die selbst bis zu ihrem Tod im Heim gelebt hat. Dass dort auch noch Senioren mit Grips leben, habe ich selbst erlebt – und Breuer hat sich seiner Aussage nach auch vor Ort informiert!
(Da tut sich mir die Frage auf, ob es für Opa Bertold eine Vorlage gibt – ich glaube, ich schreibe dem Autor mal ^^).

Etwas verwirrend, aber nicht negativ, waren die drei Handlungsstränge, die selbstredend etwas miteinander zu tun haben. Zuerst lernen wir Rita kennen, dann ihren Mann Paul, dann ihren Vater. Alle drei ziehen ihr eigenes Ding durch und müssen sich erst wieder finden, damit sie den Fall lösen können. Gelungene Inszinierung!

Da ich sonst nicht so viele Krimis oder gar Thriller lese, war ich überrascht über den lockeren, nicht annähernd nervenkitzelnden Ton des Buches, der von der ersten Seite angeschlagen wird. Trotz des ungewöhnlichen Mordes (ein aufgespießter Mönch) wird die Schreibweise nicht düster und bedrohlich. Mein Interesse wurde also vor allem durch die entspannte Atmosphäre aufrecht gehalten.
Selbstredend kam natürlich am Ende Spannung auf, nicht zuletzt durch eine tolle Autojagd.

Die Figuren waren für mich sehr authentisch. Wie schon erwähnt war natürlich Opa Bertold mein Liebling, und ich kann kaum erwarten mehr über ihn zu lesen!

Fazit: Ihr kennt mich, ich bin kein großer Krimifan. Breuer hat mich aber so humorvoll mit auf die Spurensuche genommen, dass ich unbedingt noch mehr von ihm lesen möchte – und auch anderen, sonst keine Krimis Lesenden, dieses Buch nur wärmstens empfehlen kann!
Pluspunkte hat der Autor natürlich selbst bei mir sammeln können, als er sich so freundlich mit mir auf der Buchmesse unterhalten hat!
Volle Punktzahl!

Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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