Platzmangel – was nun?

In den Medien häufen sich die Berichte über die Ebooks und ihre Reader. Einer macht dem anderen ungeahnte Konkurrenz und alles ist irgendwie nicht zufriedenstellend.

Gerade gestern allerdings hatte ich ein sehr interessantes Gespräch über die neue Qualität der ebooks, bzw deren Aufmachung. Und plötzlich sah es ganz verlockend aus, so ein Buch im Dateiformat, ganz flach, ohne Platz wegzunehmen.
Denn dazu kommt, dass meine Bücher gerade überwiegend in Kartons schlummern, oder im Weg herumstehen. Ich möchte gerne neue Bücher kaufen, aber irgendwie nervt mich gerade der fehlende Platz.

Aufs Lesen möchte ich nicht verzichten. Auch nicht auf das geschriebene Wort, wo ich doch jetzt auch gerade in einem Verlag arbeite. Dennoch stellt sich mir die Frage, ob ein ebook wirklich so schrecklich ist.

Zusammengefasst ergeben sich fast nur Vorteile:
1. Auf längeren Reisen brauche ich lediglich ein Gerät, dass weniger wiegt als ein dicker Wälzer, aber ziiiiiiiiiiemlich viele dicke Wälzer transportieren kann. Und das Stromkabel natürlich.

2. Es gibt viele günstige ebooks, von denen ich zwar die Geschichten lesen möchte, aber nicht zwangsläufig Platz im Regal für das Buch haben muss.

3. Rezensionsexemplar könnte ich besser lesen, und wenn mir das Buch nicht gefällt, steht es nicht herum – der Verlag muss aber auch keine Angst haben, dass ich es verkaufe.

4. Gratisbücher (keine Reziex.) behalte ich meist trotzdem, wenn sie mir nicht gefallen. Gratis ebooks kann ich löschen oder einfach schlummern lassen.

5. Im Regal hab ich mehr Platz für meine Lieblingsbücher. Gute Geschichten kann ich auch nachträglich noch gedruckt kaufen.

6. Beim Umzug muss ich nicht nochmal so schwer schleppen – in jeder Kiste ist grad eine Schicht Bücher unten, und das erschwert alles (im wahrsten Sinne des Wortes ^^).

Laut der „Leipziger Lärche“ auf der Frankfurter Buchmesse lohnt sich ein ebook ab 8 Büchern pro Jahr. Dann wäre der Co2-Ausstoß der Produktion im Verhältnis für ein ebook geringer als für die Bücher.
Alleine das hat mir zu Denken gegeben.

Und was spricht dagegen?

Der Amazon-Kindl kostet gerade 99 €. Mit einer riesigene Menge an gratis Klassikern… Jetzt bin ich echt am Überlegen. Oder verrate ich damit das Buch?

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8 Gedanken zu “Platzmangel – was nun?

  1. Ein Verrat am Buch ist das wohl kaum 😉 Du wirst ja dem gedruckten Wort nicht vollständig abschwören, oder?
    Also meiner Ansicht nach ist das kein Verrat am Buch, solange du dir zumindest wirklich gute Bücher noch in gedruckter Version kaufst.
    Sobald ich das Geld für einen eReader beisammen habe, werde ich es genauso machen, allein die Tatsache, dass ein eReader so viel praktischer ist für die tägliche, dreistündige Zugfahrt als ein oder zwei Bücher in der Handtasche, ist für mich da schon Argument genug. Und natürlich, dass ich meine Reziexemplare endlich nicht mehr am PC lesen muss, was mir nämlich gar keinen Spaß macht 😉
    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich vote für die Anschaffung einer eReaders ^^

    LG
    Filia

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  2. Liebe Filia,
    schön, dass wir einer Meinung sind. Solange auf Flomärkten und Schnäppchenmärkten keine ebooks verkauft werden, werde ich auch noch Bücher gedruckt kaufen! Und hübsche neue Bücher natürlich auch 😉

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  3. Hallo liebe Sandra,

    es bleibt jedem selbst überlassen, ob er zum papiernen Buch oder zum e-book tendiert. Ich gehöre zur „Buch aus Papier“-Fraktion. 😉

    Büchersüchtige Grüße von
    Sabine

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  4. Liebe Sabine,
    bis vor kurzem dachte ich das auch. Solange es Platz im Regal oder sogar Platz für ein neues Board gibt, bin ich auch Fan der Bücher – jetzt sehe ich nur, wie wenig Platz ich habe, aber wie viele Bücher 😦

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  5. Liebe Sandra,
    ich kann dir nur zustimmen, ich habe mir am 27.10 auch einen E-Reader bestellt, den Kindle nämlich. Das bedeutet nicht, dass ich keine gedruckten Bücher mehr kaufen werde, aber mein Regal ist voll und richtig Platz für ein neues Bücheregal habe ich leider nicht.
    Und meiner Meinung verrätst du das Buch nicht, weil du ja nicht mehr nur noch ebooks kaufen wirst. 😉
    Lg Lisi

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  6. Mein Freund hatte die glorreiche Idee, dass ich mein Netbook erstmal als ebook-Reader nutzen kann. Einfach hochkant legen ^^
    Aber irgendwie stimme ich da papillionislist zu, dass auch nicht immer auf einen Bildschirm starren will…

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  7. Hallo Sandra,
    Du kannst Lesen am PC nicht wirklich mit Lesen auf einem eReader vergleichen, eReader haben weitaus lese-freundlichere Displays, grade der Kindle mit seinem eInk lässt sich wesentlich entspannter lesen als ein PC/Tablet-display! Bin ja ein totaler Fan vom Kindle und wohl ein wenig voreingenommen 😉 sehe es auch absolut nicht als Verrat am Buch, du 'darfst' ja weiterhin Bücher kaufen 😉
    Buecher ausleihen ist da schon eher ein Verrat – deswegen kommen sie ja auch meist nicht mehr zurück 🙂
    LG Me

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