[Rezension] Jpod

JPod – Douglas Coupland

Tropen Bei Klett-Cotta; 1., Aufl (August 2011)

528 Seiten

Hardcover

24,95 €

Mit einem Klick werden die Fotos rechts größer…
Ethan Jarlewski arbeitet im sogannten JPod bei einer Spieleentwicklunsgfirma. Für den neuen Boss Steve sollen sie in das Skaterspiel, jetzt heißt es „BoardX“ eine Schildkröte einbauen.
Eine Schildkröte in einem Skaterspiel? Steve hält das für eine brilliante Idee, weil sein Sohn gerade total auf Schildkröten steht. Und sein Sohn fällt in die Zielgruppe…

Unterdessen tötet Ethans Mutter Caroll ausversehen einen potentiellen Käufer für ihr selbstgezüchtetes Gras. Ethan soll ihr helfen, die Leiche zu beseitigen. Jim, Ethans Vater, lernt unterdessen den Geschäftsmann Kam Fong kennen, der auch noch Flüchtlinge in Ethans Wohnung unterbringt, und Ethans deswegen einen Gefallen schuldet.

Das Ethan dabei kaum noch zum Arbeiten kommt, gefällt seiner Fastfreundin Kaitlin gar nicht… denn scheinbar ist sie die einzige, die ihren Job überhaupt ernst nimmt. Und die Podster bekommen auch raus, warum …

Mit „JPod“ las ich mein erstes Buch von Douglas Coupland im Rahmen der Leserunde von Lovelybooks. Gleich zu Beginn wurden einige Stimmen laut, dass es bessere Bücher von Coupland gibt, und auch die Amazon-Bewertungen ließen keine Wünsche zur negativen Kritik offen.
Unbefangen durch andere Bücher kann ich sagen, dass mir das Buch doch ganz gut gefallen hat. Es spiegelt meiner Meinung nach sehr gut die Sinnlosigkeit in eigenen Ideen wieder, den Überfall an Eindrücken im Internet und dass man mit blöden Ideen tatsächlich Geld machen kann…

Im Verlauf der Handlung passieren eine Menge verrückter Sachen, die im krassen Kontrast zu den banalen Gesprächen und Aktionen stehen, mit denen sich die Jpodler von ihrer Arbeit ablenken. Immer wieder überraschte mich Couplands vielfältiges (und vor allem technisches) Wissen.

Die Figuren waren sehr sauber ausformuliert. Als jedoch Douglas Coupland selbst (bzw. eine Figur mit diesem Namen) auftauchte, und aus Ethans Geschichte ein Buch schreiben wollte, wurde mir das Buch doch etwas zu abgedreht. Coupland witzelte also nicht nur im ersten Satz (siehe zweites Foto rechts) über sich selbst, sondern parodiert sich vielleicht sogar komplett.

Die Sprache an sich war sehr eingehend, wenn der Lesefluss nicht durch die komischen Internetseiten unterbrochen wurde. Ständig wollte ich mir Sätze herausschreiben und hier zitieren.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen für eine skurille Idee, skurillen Aufbau und eine abgedrehte Geschichte.

★★★★☆

Vielen Dank an Lovelybooks für das Organisieren der Leserunde und an den Verlag für das Bereitstellen der Rezensionsexemplare.

Anmerken möchte ich auch noch, dass Coupland aus seinem Buch eine Serie gemacht hat, von der leider nur eine Staffel ausgestrahlt wurde – sie ist definitiv sehenswert. Anders als das Buch, aber mit vielen Parallelen!

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