[Rezension] Tochter der Träume

Tochter der Träume – Kathryn Smith

Pan Taschenbuch

464 Seiten

Deutsche Ersterscheinung November 2009

9,95 €

Dawn Riley hat ein Geheimnis, das niemals ein Mensch je erfahren darf. Tagsüber arbeitet sie als Ärztin mit Spezialgebiet Träume, nachts kontrolliert sie diese – zumindest die eigenen. Denn seit einem schlimmen Vorfall in ihrer Jugend taucht Riley nicht mehr in fremde Träume ein.
Warum sie das überhaupt kann? Ihr Vater ist Morpheus, der König im Traumland. Er verliebte sich vor über 30 Jahren in Dawns Mutter, und es entstand sogar ein Kind.

Doch eines Tages spricht ein Mann Dawn auf der Straße an, und scheint zu erkennen, was sie ist. Kurz darauf spricht ein Patient von Dawn an, dass er im Traum umgebracht werden sollte. Eigentlich sind Albträume nichts ungewöhnliches in Dawns Arbeit, doch in letzter Zeit sind ungewöhnliche Todesfälle vorgekommen. Noah, Dawns Patient, ist kein ungewöhnlicher Träumender. Und plötzlich weiß auch er, was Dawn wirklich ist.

Denn wie es scheint, sind Noah und Riley auf der Zielliste eines Traumdämons. Und nur gemeinsam sind sie stark genug, die Traumwelt – und die Menschheit zu retten…

In unseren Träumen verarbeiten wir unsere Tage, das Geschehen. Träume sind manchmal schrecklich. Doch was, wenn der schlimmste Albtraum die tatsächlich etwas anhaben kann?

Mein erster Eindruck von „Tochter der Träume“ war recht gut, und so blieb er auch. Die Geschichte startete recht normal, Dawn Riley war eine Traumpsychologin, die irgendwie nicht ganz normal zu sein scheint.
Was Dawn wirklich ist, ist eine interessante „Figur“. Halb Traumwesen, halb Mensch ist sie ein Hybrid, ein Mischling, ein Halbblut. Bis man das als Leser vollkommen ergriffen hat, ist das halbe Buch schon rum – es wird also nie zu viel preisgegeben.

Direkt auf den erste Seiten bahnt sich außerdem eine Liebesgeschichte zwischen Dawn und Noah an, doch wie immer stehen schwere Konflikte und Missverständnisse zwischen den Liebenden an. Später wird ihre Liebe ein bisschen kitschig.

Dawn wird sehr passend und verständlich als arbeitende Ärztin beschrieben. Ihre Welt ist voller Sorgen, aber sie versucht stets, das Beste daraus zu machen.

Gnadenlos baut die Autorin brutale wie erotische Szenen ein, die einen überrumpeln, aber einfach auch zur Geschichten passen. Unsere Träume können knallhart sein, vor allem Albträume. Dennoch war der Roman immernoch harmloser als so manches Buch in meiner Leseliste (z.B. Ashes).

Die Welt, die Dawn in ihren Träumen besucht, ist sehr gut ausgearbeitet. Die Details sind wohlüberlegt. Bis zum Ende konnte ich daran keine Unstimmigkeiten ausmachen.

Das Buch war gesamt sehr schnell und flüssig zu lesen. Die Geschichte war rund und überlegt. Das Cover finde ich ein echter Hinkucker, aber bei Pan bin ich nichts anderes gewohnt 🙂
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

★★★★☆

Übrigens habe ich mich nachts sowas von verjagt, als mein Freund früh morgens von der Nachtschicht kam, und im Dunkeln vorm Bett stand – für einen Moment dachte ich, es wäre ein Traumdämon 😉

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2 Gedanken zu “[Rezension] Tochter der Träume

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