In eigener Sache

Ich hab da mal eine Meinungsfrage.
Gerade eben bin ich auf einen Bücherblog gestoßen, bei dem die letzten Rezensionen ausschließlich Rezensionsexemplare waren. Irgendwie kam ich dann auf den Gedanken, dass mir das irgendwie nur mäßig gefällt, es waren ja alles „gekaufte Rezensionen“, wenn ihr wisst, was ich meine. Bei einem Blick auf meinen Blog musste ich allerdings feststellen, dass ich auch nicht viel besser war.
Bei mir waren von den letzten 11 Rezensionen auch 9 über Rezensionsexemplare, wovon aber eigentlich 8 Stück angefragt waren – also habe ich sie mir auch selbst ausgesucht.

Jetzt kommt mir der Gedanke: stört es euch als Leser eigentlich, wenn das Buch vom Verlag (ob un- oder gefragt) gestellt wurde? Es gehört sich ja, sich auch zu bedanken, also weiß ja jeder, dass das Buch nicht gekauft wurde. Ist das schlimm? Ist das überhaupt relevant?

Meiner Meinung nach biete ich dem Verlag ja an, für ein Buch zu werben. Als Dank darf ich das Buch behalten. Das ist doch nicht verwerflich, oder?
Wie viele gekaufte Bücher sollte man rezensieren? Von den knapp 85 bisher hier veröffentlichten Rezensionen sind etwa 21 eigen gekaufte Bücher.

Wie sind da eure Meinungen?

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15 Gedanken zu “In eigener Sache

  1. Prinzipiell stört es mich als Leserin überhaupt nicht, wenn in einem Blog überwiegend Rezensionsexemplare rezensiert werden. Das ist mir eigentlich egal. Wenn aber auf lange Sicht jede Rezi sehr wohlwollend ist, wird die Sache unglaubwürdig.
    Meine Meinung: Mit einem Rezensionsexemplar gibt der Verlag dem Blogger die Aufgabe, für das Buch zu werben. Das bedeutet aber nicht, dass jedes Buch über den grünen Klee gelobt werden muss. Das wirkt auf Dauer, wie gesagt, unglaubwürdig und davon hat dann auch der Verlag nichts.

    lg
    Britta

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  2. Hallo Sandra!

    Das muss jeder selbst für sich entscheiden.
    Ich persönlich hätte dabei ein etwas ungutes Gefühl, wenn meine Rezensionen vorwiegend aus Rezensionsexemplaren bestehen würden, aber wie schon gesagt: Das bleibt jedem selbst überlassen.

    Mich hat interessiert, wieviele Reziexemplare es bei mir waren – also falls es sich auch interessiert: Auf 164 gelesene Bücher kommen 20 Rezensionsexemplare. 😉

    Und solange die Rezensionen ehrlich sind, wird damit (ahrscheinlich) niemand ein Problem haben.

    LG
    Sabine

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  3. Hey Britta, danke für deine Meinung. Mir ist eigentlich immer daran gelegen, ehrlich zu sein, und ich habe schon einige Rezi-Exemplare zerrissen. Ich hoffe natürlich immer, dass der Verlag das nicht übel nimmt, aber letztendlich ist ja auch schlechte Kritik überhaupt Kritik. Und ich bin sowieso der Meinung, dass man sich immer ein eigenes Bild machen sollte.

    @Sabine: Auch dir danke für deinen Kommentar. Gelesen habe ich auch viel viel mehr als Rezensionsexemplare. Bei Betrachten meiner Statistiken rezensiere ich nur weniger selbstgekaufte Bücher.
    Ehrlich sind meine Rezensionen allemal. Sogar wenn das Buch direkt von der Autorin kommt, und ich quasi sofort Feedback-Feedback bekomme 😉

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  4. Hallo!
    Mich stört es überhaupt nicht, wer wo welche Bücher her hat 😉 Jeder wie er mag! Allerdings muss ich Britta zustimmen…

    Leider ist mir schon oft aufgefallen, dass Rezi-Exemplare besser bewertet werden, als Bücher, die man sich selber gekauft hat. Ich glaube viele fühlen sich dazu verpflichtet Gutes über die Bücher zu schreiben, da sie die ja umsonst bekommen haben..

    Und das nervt halt oft. Man merkt direkt, dass die Meinung eigentlich anders aussieht.

    Lustig finde ich immer, wenn geschrieben wird, dass das Buch nicht gefallen hat bzw. nichts für einen war, aber man es trotzdem weiterempfiehlt.

    Dann doch besser ehrlich sein…

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  5. @Mila: Hallo und danke auch dir 🙂
    Da ich viele Rezensionsexemplare anfrage, die mir selber zusagen, bewerte ich die meisten auch gut. Ich habe sie mir ausgesucht – und wurde selten enttäuscht. Allerdings habe ich auch schon auf Blogs diese Loberei gesehen, wenn ich über das Buch ganz anders dachte. Da kann man nur hoffen, dass das wirklich ehrlich geschrieben ist.

    Was meinst du damit, dass du eine Weiterempfehlung lustig findest? Wie schon gesagt, möchte ich auch mit negativer Kritik die Leser anregen, dass sie sich eine eigene Meinung bilden. dafür bloggen wir doch, um weitere Leser anzuregen, oder?

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  6. Naja, mit dem Weiterempfehlen sehe ich es so.. Wenn mir ein Buch nicht gefällt, dann sage ich auch, dass ich es nicht empfehlen würde. Ist ja ganz normal. Natürlich müssen die Leute am Ende selber entscheiden, aber genauso wie ich ein Buch jemandem ans Herz lege, wenn es mir gefallen hat, empfehle ich es NICHT weiter, wenn es mir nicht zugesagt hat.

    Ich persönlich finde es komisch, wenn man ein Buch nicht mag und es weiterempfiehlt. Das passt nicht zusammen^^
    Aber vielleicht sehe auch nur ich das so 😀

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  7. Hey Mila,
    ja, irgendwie macht das Sinn. Wir schreiben ja auch subjektive Kritiken, um Meinungen zu bilden.
    Teilweise habe ich aber auch Bücher nur wegen negativen Rezensionen gelesen.
    Ich denke, wenn dir ein Buch zusagt, ist es eh egal, ob es empfohlen wurde oder nicht 🙂

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  8. Also ich frag auch Rezensionsexemplare an, aber nie mehr, als ich auch kaufe. Bei mir herrscht also mindestens ein 50/50 Verhältnis und meist kauf ich auch eher die Bücher, vor allem wenn ich weiß, dass ein Verlag länger als 2 Monate auf die Rezension warten müsste.

    Finde das Anfragen also nicht schlimm, finde es aber … unschön, wenn Blogger (wiederholt) dann Exemplare 3-4 Monate bunkern, dann doch bitte kaufen. Denn durch dieses bunkern erweckt es schon das Gefühl, dass die auch nur abstauben wollen.

    Passiert dieses bunkern 1-2 Mal will ich ja nichts sagen, da immer mal was dazwischen kommen kann, aber wenn ich so etwas lese wie: 23 Rezensionsexemplare, 0 gekaufte Bücher (in einem Monat), dann mach ich mir schon meine Gedanken, weil ich als Blogger will die Branche ja auch unterstützen und nicht nur ausnehmen.

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  9. Hey Laura,
    das ist auch ein guter Punkt. Bei mir sind es glücklicherweise sehr viel mehr selbst gekaufte Bücher… 😉 Wenn man selber keine Bücher mehr kauft, und die Sammelsucht nur durch Schnorren finanziert, ist das wirklich verwerflich! Dann ist das aber auch kein wirklicher Bücherliebhaber, finde ich…

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  10. Hallo Sandra,
    ich finde es durchaus in Ordnung, Rezensionsexemplare entgegenzunehmen. Rezensenten wie Du lesen viele Bücher. Ich kann mir vorstellen, dass es für den einen und anderen ein finanzielles Problem darstellen würde, wenn alle Bücher aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssten. Zum anderen, auf bekannte Autoren stößt man in allen Buchhandlungen, Listen etc. Wie aber soll ein interessierter Leser und Rezensent weniger bekannte Autoren, zu denen ich mich zähle, für sich entdecken? Rezensionsexemplare anzubieten bzw. anzunehmen bietet die Möglichkeit, die Spannbreite der Buchkritiken zu erweitern.

    LG Lola Victoria

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  11. Hallo Lola Victoria,
    das ist auch ein interessanter Punkt. Es ist ja oft wirklich so, dass man auf Blogs Bücher findet, die man im Buchladen sonst übersehen hätte. Und gerade mit Ebooks kann man ja perfekt durch Rezensionen Werbung machen – dein Ebook habe ich ja auch in meinem Programm 😉

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  12. Huhu Sandra,
    mir ist egal, woher du deine Bücher zum Rezensieren bekommst. Das wichtige daran ist deine ehrliche Meinung. Also auch wenn dir ein Verlag – auch ungefragt – ein Werk schickt, dann solltest du auch in der Rezension schreiben dürfen, wenn du es scheiße fandest. Wichtig ist dabei ja immer, dass es deine Meinung ist und die ja nicht für die gesamte Bevölkerung gilt. Aber jemand, der immer so die selbe Richtugn bei Büchern hat wie du, der wird wissen, ob er das Buch lesenswert findet oder nicht.
    Ich hoffe, ich hab jetzt nichts vergessen.
    LG 🙂

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  13. Die schiere Tatsache, dass Verlage dir Rezensionsexemplare geben spricht schon für dich. Da du auf deinem Blog nicht Millionen Leser hast lässt das auf Zufriedenheit mit der Qualität schließen

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  14. @Jana: Und um eine ehrliche Meinung bin ich stets bemüht. Ich entschuldige mich meistens bei dem Verlag persönlich in der Mail, dass mir das Buch nicht zugesagt hat und die Rezension so gnadenlos geworden ist. Für mich ist Werbung aber immer noch Werbung – auch wenn es nur meine Meinung ist.

    @Anonym: Ich fühle mich geehrt, dass dir das auffällt 😉

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