[Rezension] Die Kräfte der Comyn

Die Kräfte der Comyn – Marion Zimmer Bradley

Darkover-Zyklus Band 12

Hardcover, 191 Seiten

Weltbild, Sonderausgabe Sammler-Edition

Larry Montray kommt als Jugendlicher auf den fremden Planeten Darkover, denn sein Vater kann dort arbeiten. Doch statt in einer neuen Kultur aufzuwachsen, lernt Larry in der Terra-Schule nur die Geschichte der Erde, die Standartsprache und rein gar nichts über Darkover. Dabei fasziniert ihn der Planet nur zu sehr, und nach einer seltsamen Begegnung mit einem Einheimischen will Larry nichts mehr, als mehr von dem Planeten zu sehen.

Die Terra-Bewohner sind in einem abgetrennten großen Bereich untergebracht, und nur mit einer Ausnahme kann Larrys Vater seinen Sohn einmal mit auf den Markt vor der Terra-Stadt nehmen. Larry kann sich kaum sattsehen, und erwirkt von seinem Vater daraufhin die Erlaubnis, auch alleine durch die fremden Gassen zu schlendern. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass Larry sich die Mühe gemacht hat, die Sprache der Einheimischen zu lernen.

Eines Nachts verirrt sich Larry in einer dunklen Straße, und wird überfallen. Der Grafensohn Kennard rettet ihn, und nimmt ihn mit zu sich nach Hause. Es ist genau der Junge, den Larry bei seiner Ankunft auf Darkover schon einmal getroffen hatte.

Es entwickelt sich eine Freundschaft, und dann darf Larry sogar mit der Familie auf ihr Landgut. Doch bei einem Überfall wird der Terra-Junge entführt – und nur Kennard kann ihn retten, denn die Jungen sind auf magische Weise verbunden.

Wie schon die Bände 1 und 13 der Darkover-Reihe fesselte Band 12 „Die Kräfte der Comyn“ den Leser stark an die Handlung. Es geschieht nichts ohne Grund, Bradley nennt keine überflüssigen Details. Trotz der Kürze der Geschichte geschieht unglaublich viel, und es entsteht eine unheimliche Spannung!

Larry Montray ist ein neugieriger Junge, der sich langsam zum Mann entwickelt. Er entdeckt seine eigenen Schwächen und Stärken, und versteht nur zu gut, warum sein Vater ihm zunächst die Besuch der Außenwelt untersagt. Auch ist er schon so reif, dass er versteht, welche Bedeutung seine Freundschaft zu Kennard hat – es ist mehr als Nettigkeit, es ist schon Politik!

Kennard selbst ist zwar keine Randfigur, aber steht bei weitem nicht so im Mittelpunkt wie Larry. Anders als die Hauptfigur kann der Leser sich nicht so schnell hineindenken, man ist immer darauf angewiesen, was Larry berichtet. Das macht es aber nicht minder spannend.

Die Freundschaft der Jungen festigt sich zum Ende der Geschichte sehr stark. Die Vorgeschichte (wie Larry die Stadt erkundet, seine Streitigkeiten mit dem Vater, etc) dauert nicht übermäßig lange, und die Gewichtung der Geschichte liegt gut im Lesefluss.

Einzig die Elfenfigur am Ende des Buches hätte Bradley sich sparen können. Nach der gefahrvollen Rettung durch Kennard waren die Jungs gebeutelt genug – aber die Elfe hat die Jungen schlussendlich in Sicherheit „gebeamt“ und hatte damit auch ihren Platz in der Geschichte.

Von Bradley ist ja (fast) immer nur Gutes zu erwarten, und auch bei Band 12 wurde ich nicht enttäuscht! 5 Sterne für eine gelungene Darkover Geschichte!!!

★★★★★

Den Preis konnte ich übrigens nicht angeben, da es bei der Sammler-Edition zum einen nicht angegeben wird, und die Taschenbuchausgabe einen anderen Preis hat. Arvelle bietet zur Zeit (Juni 2011 – funktioniert der Link, wenn man auf Arvelle klickt?) noch Mängelexemplare und Restposten der Sonderedition an.

Wer mehr über den Planeten Darkover und seine Geschichten darum erfahren möchte, findet HIER Infos.

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3 Gedanken zu “[Rezension] Die Kräfte der Comyn

  1. Eine schöne Rezi, lieben Dank! Ich werde mich bestimmt auch mal an den Darkover-Romanen versuchen, aber es sind ja sooooo viele. Ich fang einfach mal mit Band 1 an, oder? Guter Plan! *gg*

    LG
    Kathi

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  2. Hi Kathi 🙂 Da die Bände nicht chronologisch geschrieben sind, kannst du einsteigen wo du willst – in Band 1 wird allerdings die Landung sehr schön beschrieben, deswegen ist es nicht verkehrt, damit anzufangen ^^
    LG
    Sandra

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