[Rezension] Sommernacht auf Mallorca

Sommernacht auf Mallorca – Lea Korte

Rütten & Loening, eine Marke des Aufbauverlages, Berlin 2011

Hardcover, 157 Seiten

Ersterscheinung 30. Mai 2011

9,95 €

Isabella braucht dringend Abstand. Abstand von Deutschland, und von ihrem untreuen Exfreund Axel. Auf Mallorca, in der traumhaften Bucht Alcúdias, soll sie laut ihrer Freundin Uschi neue Kraft tanken. Also bricht Isabella in einen Sommerurlaub auf, doch schon am Flughafen verheddert sie sich mit dem Engländer Eric, der zu allem Übel auch noch in ihrem Hotel wohnt, und ihr beim ersten Frühstück nicht von der Seite weichen will.

Um dem Mann und dem Trubel des Hotels zu entfliehen, macht Isabella eine Wanderung, doch auch hier ist sie nicht alleine. Guillem, ein deutschsprechender Spanier, scheint ihr gefolgt zu sein. Durch einen unglücklichen Unfall sieht sich Isabella gezwungen, sich um den Spanier zu kümmern. Er zeigt ihr eine ganz andere Seite von Mallorca, und Isabelle ist drauf und dran, sich schon wieder in einen Mann zu verlieben. Doch Guillem scheint etwas vor ihr zu verbergen – und Isabella fürchtet, dass es eine andere Frau ist!

„Sommernacht auf Mallorca“ ist ein Roman über eine Frau, die dringend etwas anderes sehen muss. Wahrscheinlich ist es jeder von uns schon einmal so gegangen, dass wir nur noch raus aus allem wollten, und Lea Korte lässt ihre Protagonistin auf die schöne Insel Mallorca fliehen. Isabella ist aber nicht nur eine betrogene Frau, sondern auch noch selbst Paartherapeutin, und sich umso bewusster, dass es auch ihre eigene Schuld ist, betrogen worden zu sein. Nach und nach findet sie in sich selbst die Kraft, abzuschließen. Und vor allem findet sie ihren Willen, eine glückliche Beziehung führen zu wollen, mit einem Mann, der sie nicht betrügt.

Guillem, der hübsche, flirtende Spanier ist wunderbar charakterisiert und ausgeschrieben. Als Leserin war es sehr schwer, ihm zu vertrauen – denn alles wird durch Isabellas Augen gesehen, die nur ihre Sicht der Dinge kennt. Lea Korte lüftet erst ganz zum Schluss die Geheimnisse, und lässt bis dahin nicht nur Isabella spekulieren.

In der Situation der Unwissenden ist Isabella sehr sympathisch, und ihre Gedankengänge sind nur nachzuvollziehen. Jede Frau kennt diese Gedankenschlangen, die entstehen, wenn wir uns zu viele Gedanken um vermutlich ganz profane Dinge machen.

Umso schöner war das Happy End, mit dem Isabella endlich ihren Frieden findet. Welche Rolle der Engländer dabei spielt, und wieso Guillem sich teilweise vor der hübschen Deutschen verschließt, obwohl er ihr eindeutige Zeichen gibt, solltet ihr selber herausfinden!

Ich vergebe 5 Sterne für diesen tollen, leichten Roman, der neben der Suche nach innerem Frieden auch das wunderschöne Mallorca in leichtem, lockeren Schreibstil aufzeigt!

Dem Aufbau Verlag danke ich herzlich für das Rezensionsexemplar!

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