[Rezension] Das Dunkelbuch

Das Dunkelbuch – Gordon Dahlquist

Blanvalet Verlag, September 2009

Hardcover, 604 Seiten

21,95 €

Die Rezension von Teil 1 findet ihr hier (Klick).

Nachdem das Luftschiff auf dem Weg nach Mecklenburg abgestürzt ist, und außer Miss Temple, Doktor Svenson, Kardinal Chang und dem Kindermädchen Miss Dujong niemand überlebt haben konnte, sammeln die vier in einem kleinen Fischerdorf an der englischen Küste neue Kraft.

Doch seltsame Morde zwingen zuerst Chang, dann den Doktor zur Flucht. Miss Temple und Miss Dujong folgen, doch unterwegs werden auch sie getrennt. Alle vier stellen fest, dass nicht nur die Contessa den Sprung aus dem Luftschiff überlebt hat, sondern auch einen ihrer ärgsten Gegenspieler den Tod austricksen konnte.

Doch keiner von ihnen kann den noch kommenden Entwicklungen widerstehen. Sie sind zu tief verstrickt, um den Geheimnissen des blauen Glases zu entfliehen – und jeder einzelne von ihnen spielt in dem sich immer enger ziehenden Kreis eine wichtige Rolle. Miss Temple, Doktor Svenson und Kardinal Chang müssen erneut an ihre seelischen und körperlichen Grenzen gehen.

Meinung:

Bei der ersten Betrachtung des Buches gefiel mir vor allem der Umschlag in dem schönen Lila-Ton. Aber auch ohne Umschlag passte das Buch zum Inhalt, denn es war in einem tiefen Schwarz gebunden.

Der Anfang der Geschichte war ziemlich gruselig. Die Morde in dem Fischerdorf geschahen auf sehr gruselige Weise, vor allem weil man als Leser nicht wusste, wer aus dem Luftschiff von den Feinden überlebt hatte. Es waren ja wie in der Rezension zum ersten Buch erwähnt ein paar Fäden noch offen, die nun natürlich Stoff für Spekulationen boten.

Das Format war wie bekannt: Die Geschichte wurde abwechselnd (in ziemlich langen Kapiteln) aus der Sicht von Miss Temple, Kardinal Chang und Doktor Svenson erzählt.

Und auch wie im ersten Buch sind die Charaktere sehr unterschiedlich. Miss Temple ist hibbelig, sucht das Abenteuer und wird stark beeinflusst von dem Glasbuch, in das sie geschaut hat. Chang ist wirr, kraftvoll und hin und wieder einfach nur müde von den Strapazen. Doktor Svenson kaut jede Situation durch, macht sich Sorgen und Gedanken und möchte am liebsten alles hinschmeißen.

Teilweise war das wieder etwas anstrengend, ebenso die Sprünge in der Handlung. Wenn bei einem Kapitelneuanfang die Perspektive gewechselt wurde, ging es genau dort weiter, wo bei der Person zwei Kapitel zuvor auch aufgehört wurde. Teilweise wurden so Szenen nochmal beschrieben, wenn auch mit leicht geänderten Informationen. Anders als in Buch eins war es diesmal aber nicht soo anstrengend. Wirklich spannend waren die anderen Figuren, von denen man nur das erfahren hat, was auch Miss Temple, der Doktor oder Chang wussten oder sich zusammenreimten.

Nicht gut gefallen hat mir, dass am Anfang des Buches verkündet wird, dass die Geschichte an sich nichts mehr mit Teil 1 zu tun hat, je mehr ich aber gelesen haben, desto weniger hätte ich verstanden ohne Teil 1. An einigen Stellen wird leider viel zu wenig erklärt, dass „Das Dunkelbuch“ keineswegs ein eigenständiger Roman sein kann! Das Wissen aus „Die Glasbücher der Traumfresser“ wird für das Verständnis dringend benötigt.

Dennoch konnte ich das Buch nicht zur Seite legen. Ich musste wissen, wie die Wirrungen zu Ende gehen. Nach der letzten Seite war ich mir jedoch nicht sicher, ob ich wirklich alles verstanden hatte, und deswegen empfehle ich bei diesem Buch nur, sich eine eigene Meinung zu bilden. Mein Geschmack war es nicht ganz.

Für Fans von den „Glasbüchern der Traumfresser“, Steam Punk und verwirrender Handlung zwischen Spannung, Krimi und Erotik ist das Buch sicher ein Goldstück.

Ich vergebe nach meinem Geschmack jedoch nur 2 Sterne.

★★

Herzlichen Dank an den netten Herrn aus der Presseabteilung bei Blanvalet, der mir auch dieses Buch zur Verfügung stellte!

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3 Gedanken zu “[Rezension] Das Dunkelbuch

  1. Die Bücher klingen ziemlich interessant, schade, dass dir Band 2 nicht so sehr zugesagt hat. Bei Band 1 hattest du ja eine bessere Meinung, wenn ich das richtig herausgelesen habe^^. Gekannt habe ich aber bisher keines der beiden Bücher!

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  2. Hey BlueNa 😉
    Abraten würde ich fast nie von einem Buch, auch in diesem Fall nicht. Vielleicht ist es ja genau dein Ding? So oder so würde ich das erste ausprobieren, und dann wirst du auch das zweite lesen wollen, selbst wenn es nicht hundertprozentig zufriedenstellt 😉
    Interessant sind sie allemal!
    LG

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