[Rezension] Im Bann der Engel

Im Bann der Engel – Christiane Gref

Elysion Verlag, Steampunkroman

12,90 €

218 Seiten, Taschenbuch

Erschienen März 2011

Elena Winterstone arbeitet in Cravesbury in einem geheimen Labor als Wissenschaftlerin. Sie hilft der Fabrikbesitzerin Madame Hazard künstliche Engel zu erschaffen.

Doch plötzlich gerät der Plan aus den Fugen. Nach einem Überfall auf die Fabrik erklärt Madame Hazard der Kleinstadt den Krieg, und reißt die Kontrolle an sich. Um sich zu schützen erschafft sie neue Engel, die blutrünstiger und mordlustiger nicht sein könnten.

Elena kann fliehen, denn nachdem ihre Chefin sogar Kinder verwandeln will, sieht sie ihre Zukunft nicht mehr in der Firma. In letzter Sekunde gerufene Freunde wollen ihr helfen, die Hexe Hazard zu besiegen.

Ausgerechnet eine der letzten Schöpfungen, bei denen Elena mitgeholfen hat, der Engel Amenatos, will den Aufrühren helfen. Elena findet in ihm ihren Seelengefährten, doch Madame Hazard hat noch ein Ass im Ärmel, um die beiden wieder auseinander zu bringen.

„Im Bann der Engel“ ist eine Geschichte über die Erschaffung künstlicher Engel, aber auch über Liebe und Vertrauen, gewürzt mit je einer Prise Erotik und Gefahr.

Anders als die guten, lieben Engel aus dem Himmel sind die Engel aus Cravesbury zu Tode verurteilte Gefangene, die nach dem Tod quasi wiedererweckt werden. Die Protagonistin Elena hatte damit lange Zeit kein Problem, bis die Fabrikbesitzerin Madame Hazard ihre wahre Seite zeigt.

Das Buch beginnt mit dem Geschehen in Madame Hazards Haus, und die Szenen dort werden größtenteils aus der Sicht der Zofe Sophia geschrieben. Sophia ist nicht nur sehr aufmerksam und liebt ihre Herrin, sie liebt auch die Männer.

Die Protagonistin Elena Winterstone ist eine unsichere Frau, die aber in ihrem Job bisher ihre Erfüllung gefunden hat. Auch aus ihrer Sicht wird das Geschehen geschildert, und sie ist der Gegensatz zu Sophia, ist nachdenklich und verletzlich, glaubt nur an ihr Können und hat eine interessante Naivität.

Madame Hazard ist die undurchschaubare Frau, das ganze Buch hindurch. Ihr Charakter ist anfangs nicht leicht zu deuten, im Verlauf der Geschichte mischt sich eine Spur Wahnsinn mit hinein, aber sie bleibt bis zum Ende stückweise ein Rätsel.

Bei Amazon in einer Rezension wurde geschrieben, dass die Sexszenen im Roman sehr stilvoll eingesetzt wurden. Ich kann dem nur zustimmen, bis auf eine einzige Stelle schien jeder Sex nur zu passen, jede Szene war genau richtig für den Fortlauf der Geschichte. Die Erotik und die Lust kommen teilweise unterschwellig in das Geschehen, und sind so dezent, dass sie nicht stören. Einzig eine Stelle war etwas irritierend: Madame Hazard hat der Stadt den Krieg erklärt, und statt sich vorzubereiten oder irgendwie nachzudenken, liebt sie sich mit Sophia – als ob sonst nichts wäre. Die Szene vermittelt weder Hilflosigkeit noch irgendwie Angst, ich hab nur gedacht, dass sie nicht passt.

Fazit:

Insgesamt kann ich das Buch nur empfehlen, vor allem Steampunkt-Fans, Erotik-Fans, Engel-Fans und Liebhabern von fesselnder Fantasie!

Ich habe das Buch in wenigen Stunden durchgelesen, so flüssig war es geschrieben, und da es auch nur 220 Seiten umfasst, ist es eine gute Lektüre für einen Sonntagnachmittag.

„Im Bann der Engel“ ist eine (für mich) wirklich originelle Geschichte, die mir in dieser Form richtig gut gefallen hat! Volle Punktzahl:

★★★★★

Vielen, vielen Dank an den Elysion Verlag für die Bereitstellung des Exemplares!

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2 Gedanken zu “[Rezension] Im Bann der Engel

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