Buchmesse – Freitagsbericht

Liebe Lesefreunde (und eventuelle neue Readandbeyourself-Leser?),

nun ist die Buchmesse schon wieder vorbei, und ich bin voller Eindrücke wieder in den heimatlichen vier Wänden. Nachdem ich die vielen vielen Fotos gesichtet habe, möchte ich euch natürlich nicht nur einen trockenen Bericht vorlegen, sondern auch meine Bilder zeigen.
Weil ich ständig am Hin- und Herlaufen war, sind Freitag leider nicht viele Fotos entstanden, das habe ich dann Samstag versucht nachzuholen. Mein absoluter Favourit ist erst bei Messeschluss am Samstag entstanden – da war ich total traurig, nicht länger bleiben zu können!

Damit auch all diejenigen, die selber kein Twitter und/oder keine Lust haben, meinen ganzen Account nachzulesen (einer weiß, wen ich meine ^^), mische ich meinen Bericht mit den Tweets und Bildern, die ich nur mit dem Handy gemacht habe – auch wenn der Unterschied zwischen Handy und meiner Spiegelreflex natürlich gravierend ist!

Und hier nun nach dem Prolog endlich zum Freitag 🙂

Mein Tag begann sehr früh, weil ich nach Leipzig selbst mit IC noch fast 3 Stunden brauche. Ich musste um kurz nach 8 Uhr am Bahnhof sein, wo ich festellte, dass die Bahn keine einzelnen Ticktes für die Buchmesse verkauft. Mit dem Gedanken an die lange Kassenschlange in Leipzig (ja, ich weiß – Tickets gab es auch in Kiosken, aber dafür war ich zu müde…) stieg ich in den Zug.
Die lange Zeit konnte ich super für die Interviewvorbereitung nutzen, und ein bisschen in eines meiner neueren Bücher „Im Bann der Engel“ von Christiane Gref schnuppern. In Leipzig hab ich übrigens erfahren, dass die gute Frau am Donnerstag persönlich auf der Messe war. Was hab ich mich geärgert, von der kein Autogramm bekommen zu haben!

Der Weg zur Messe vom Hauptbahnhof war dann verhältnismäßig einfach, weil ich erst um halb 12 in Leipzig war, und die Straßenbahn nur ein bisschen voll war – nicht so wie kurz vor 10 Uhr!
Meinen ersten Termin um 11.30 Uhr konnte ich mir also schenken, und traf mich gleich mit dem C., der mir mein Bloggerin-Shirt übergab 🙂 Nach einer kurzen Mittagspause machte ich mich auf die Suche nach der Lesung von Cornelia Franke, mit der ich im Anschluss ein kleines Interview führen wollte. Ihr Buch „Timmy und die Allergomörder“ ist ein wirklich tolles Kinderbuch, das auch noch so ein tolles Cover hat! Im VIP-Bereich von WerkZeugs unterhielten wir uns sehr entspannt, und ihr könnt euch auf das Interview freuen 🙂

Nebenbei lernte ich noch die Sinje Blumenstein kennen, mit der ich mich aber später noch traf, zu ihr also später mehr 🙂

Nach einem kurzen Zwischenstop bei Elysion Books und dem Noel-Fund (das Buch von Annette Eickert) traf ich mich schon mit C. und Sandra Vogel vom Piepmatz Verlag. Ich hatte etwas Angst, sie nicht zu erkennen, aber da Facebook ja glücklicherweise auch auf meinem Handy zu empfangen ist, konnte ich noch schnell nachschauen, wie sie aussieht ^^ (so eine ähnliche Situation hatte ich übrigens Samstag auch, dazu aber mehr 😉 )
Sandra Vogel ist wirklich nett, und endlich konnte ich mal mit einer Frau vom Fach über Manuskripte, Lektorate und die Arbeit mit Autoren reden (mit den großen Verlagsleuten würd ich mich das nie trauen – und an den großen Ständen hatte ich auch das Gefühl, die hätten eh keine Zeit für mich). Besonders hat mich gefreut, dass sie meine Arbeit für Annette Eickert am neuen Projekt „Sträflingskarneval“ gelobt hat! Da hab ich doch gleich noch mehr das Gefühl, dass mein Weg der Richtige ist 🙂

(Links Sandra Vogel, rechts ich)

Zufällig sagte Sandra meinem Bekannten C. und mir, dass sie nach unserem „Termin“ zu Joscha Sauer wollte, der seine „Nicht Lustig“-Comics signierte. Natürlich machte ich auch Fotos – die grad gekauften Bücher von ihm hatte ich leider leider nicht dabei!
Freitag ließ es sich ja noch richtig ruhig über die Messe schlendern, und ich war überpünktlich beim Books on Demand-Stand, um mich mit Sinje Blumenstein zu treffen. Hach, war das schön, als mich jemand ansprach und ich sagen konnte „Ich warte auf die Autorin von Blutsuche“ 🙂
Dann durfte ich mich sogar setzen und da offiziell warten ^^
Sinje und ich habe uns wirklich nett unterhalten; ich war ja schon letztes Jahr ganz neidisch auf die Blogger, die sich untereinander getroffen haben. Dieses Jahr habe ich auch Blogger kennen gelernt 🙂 Auch auf das Interview mit ihr könnt ihr euch freuen!

Das Gespräch wurde mehr oder weniger plötzlich unterbrochen, als ich eine Schulfreundin (auch Sandra) traf, die im Kostüm auf der Messe war. Sinje und ich waren ohnehin schon fast fertig, da konnte ich dann mit der anderen Sandra gemütlich weiterschlendern.


Die letzte Veranstaltung für mich war dann die Karriereveranstaltung „Zukunft jetzt!“. Ein Gespräch mit Katharina Gerhardt, einer freien Lektorin, Ida Roet de Campos, der Personalleiterin vom Gräfe und Unzer Verlag, Kathrin von Papp-Riethmüller, einer Mitarbeiterin vom Bewerbungsmanagement Osiander, Claudia Feldtenzer, Pressereferentin bei Random House und Andreas Wetekam, Buchhändler und THAWIS-Coach bei Thalia.

Was im Gespräch angesprochen wurde, hat mich nur in meinem Tun bestätigt!

Es wurde zum Beispiel gesagt, dass viele Bachelor-Studenten zu wenig Praxis-Kenntnisse in den Verlag mitbringen, wenn sie ihr Volontariat beginnen. Da habe ich mich total sicher gefühlt (zumindest für den Anfang), weil ich ja Praxiserfahrungen für Lektorat und Korrektorat sammle. Auch denke ich, dass ein Master nach dem Bachelor nicht verkehrt ist (das wurde auch angesprochen), aber er sollte nicht unmittelbar folgen. Also versuche ich nach dem Bachelor erstmal Praktika zu machen, und mich nach den Erfahrungen auf ein Thema zu spezialisieren (so ist der neue Plan…).
Das Gespräch driftete für einen Moment ab, als es auf das Thema „Rollenverteilung“ kam – zum Glück arbeiten ja rund 80 % Frauen im Buchhandel, da bessert sich das mit der Bezahlung und den Bedingungen zusehends! Der Quotenmann in der Runde, Andreas Wetekamp, hatte es dagegen gar nicht leicht. Er kam kaum zu Wort, und war sichtlich amüsiert über die „Frauengespräche“.

Dann war leider der Freitag schon vorbei, und ich machte mich auf zu meiner Unterkunft (die ich übrigens über Couchsurfing gefunden habe). Die Frau, bei der ich die Nacht verbringen durfte, war glücklicherweise sehr nett, wir backten sogar Kekse zusammen und hätten uns noch viel länger unterhalten können, wenn wir nicht beide am Samstag viel vorgehabt hätten (und ich dann gegen 22 Uhr doch sehr müde wurde…).
Wirklich ironisch an der Sache war, dass ich ja innerhalb Deutschlands gereist bin, aber bei einer Frau gelandet bin, die kaum Deutsch konnte (sie arbeitet in einer englischen Firma). Ergo haben wir uns die ganze Zeit auf Englisch unterhalten ^^.

So, und wer jetzt bis hier hin durchgehalten hat, darf sich noch schöne Fotos anschauen! Für eine große Ansicht einfach auf das Bild klicken (Achtung, es öffnet sich nicht immer im neuen Fenster, dann einfach den Zurück-Button benutzen!)
Wer sich erkennt, und das Bild haben möchte, darf mir gerne eine Mail schreiben, dann schicke ich das Bild in voller Auflösung rüber 🙂



Weitere Bilder und der Samstagbericht folgen die nächsten Tage!

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3 Gedanken zu “Buchmesse – Freitagsbericht

  1. Ein toller Bericht! Und du hast Joscha Sauer getroffen. Ich bin ganz neidisch. Ich liebe seine Cartoons und meine Nichtlustig-Bücher sind alle signiert. Auch wenn ich dafür teilweise bis zu 4 Stunden anstehen musste.
    Die Idee, deine Tweets in den Beitrag einzubinden, finde ich übrigens super. Da hat man gleich alles an Ort und Stelle, wobei mir gerade auffällt, dass ich dir bei Twitter auch mal folgen sollte…
    Der Zukunft-Jetzt-Vortrag klingt auch spannend. Ich bin ja auch so eine Bachelortante, die irgendwie in die Verlagswelt finden möchte. 😉

    Liebe Grüße,
    Nina

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  2. @Ramona: Zu Samstag wird der Bericht doppelt so lang XD Da hab ich noch viiiiel mehr Fotos gemacht, und so viel erlebt irgendwie … 🙂

    @Nina: Ich würd mich freuen, wenn du mir auch auf Twitter folgst 🙂 (folg ich dir? *gleich nachschauen*).
    Das mit Joscha Sauer war so zufällig, aber ich hab mich gefreut, ihn einmal zu sehen.
    Eigentlich wollte ich auch viel mehr „Karriere“-Veranstaltungen machen, aber selbst ohne alles geschafft zu haben hat sich die Buchmesse total gelohnt für mich (Perspektivisch gesehen)!

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