[Rezension] Zwillingsblut

Zwillingsblut – Jennifer Schreiner

Elysion Books

220 Seiten, Taschenbuch

12,90 €

Die junge, hübsche Sofia erwacht in einem Sarg. Voller Panik kann sie sich mit letzter Kraft befreien und muss feststellen, dass sie irrtümlich an Stelle ihrer Zwillingsschwester zu einer Vampirin verwandelt wurde. Beim Betreten der neuen Vampirwelt trifft sie lediglich auf Männer, denn weibliche Vampire zu erschaffen ist strengstens verboten. Nach einem Jahrhunderte alten Fluch soll eine Vampirin die sterbliche Schwester der Vampirkönigin töten, und nur alle 10 Jahre ist es dem Magistraten der Königin gestattet, eine Frau zu verwandeln. Sie muss jedoch gewisse Kriterien erfüllen, die auf Sofias Zwillingsschwester gepasst haben, nicht aber auf Sofia selbst.

Sofia hat aber weniger Intentionen, die Schwester der Königin zu töten, sondern sucht ihren Schöpfer, um diesen dafür büßen zu lassen, dass er sie verwandelt hat.

Sie trifft bei ihrer Suche auf die Vampire Xylos, Joel und Edward, die alle drei keinen Hehl daraus machen, Sofia außerordentlich scharf zu finden. Ihr gefällt jedoch Edward, und sie stellt fest, dass er ihr gerne zur Seite steht.

Sofias Weg führt nur mit vielen verlockenden Abzweigungen zum Ziel, und am Ende steht ihr die schwerste Entscheidung ihres untoten Lebens bevor.

*

Nach einem etwas holprigen Anfang fand in „Zwillingsblut“ die Geschichte um die Untote Sofia und ihren Geliebten und Schöpfer Edward die richtige Bahn und nahm ordentlich Fahrt auf.

Sofia, wunderschön, verletzt und jungfäulich, wird in die turbulente, erotische und verdrehte Welt der Vampire geschubst. Sowohl sie als auch der Leser können Anfangs nur erahnen, welch grandioses Ausmaß diese Welt hat – und was alles auf dem Spiel steht.

Jennifer Schreiner hat in ihrem Debüt-Roman an alles gedacht: eine fesselnde Geschichte, packende Erotik, die verquere Liebesgeschichte und das Happy End.

Leider hat es in der Ausführung einige Stolpersteine gegeben. Allen voran fielen leider noch immer Korrekturmängel auf, wie fehlende Wörter, wiederholte Satzphrasen und seltsame Kommasetzung. Vor allem die fehlenden Wörter haben mich gegen Ende zunehmend genervt und den Lesefluss gestört.

Die Schreibweise insgesamt war größtenteils fließend zu lesen, und gut zu verfolgen, die Geschichte an sich stockte aber zeitweilig, hatte ich das Gefühl. Wirklich ausgefallene Wortwahlen und Phrasen fesselten aber immer wieder an den Fortlauf.

Leider wurden auch einige gute Punkte nicht aufgenommen, wie etwa die Anfangsszene, die später zwar erwähnt wird, aber keinerlei Emotionen bei Sofia hervorruft, oder überhaupt aufgeklärt wird, warum Edward sie dort eingesperrt hat.

Obwohl die Sichtweise zwischen den Figuren springt (was teilweise etwas gewöhnungsbedürftig war), hat man über Xylos und Joel nur sehr wenig erfahren (ich weiß aber schon, dass man in Band 2 und 3 mehr über genau die erfährt!). Sofia und Edward hat man dagegen sehr intensiv kennen- und lieben gelernt.

Die Erotikszenen fand ich persönlich sehr gut geschrieben. Es gab keine Wiederholungen in den Akten, die Erregung war förmlich zu spüren und die Auswirkungen auf Zuschauer oder die Beteiligten der Szenen gut beschrieben. Die Häufigkeit der Sexszenen fand ich genau richtig.

Für mich als Neuling in diesem Genre gab es nichts zu bemängeln.

Fazit:

Ich möchte nicht vollständig von diesem Buch abraten. Trotz seiner Mängel hatte es schöne Überlegungen in der Geschichte, die Vampirwelt und vor allem ihre Historie waren in der Idee ausgearbeitet. Die Schreibweise war überwiegend ansprechend und die Erotikszenen ausgefallen.

Wer eine Lektüre für einen netten Abend sucht, bei Erotik nicht abgeneigt ist und gerne über Vampire liest, kann sich das Buch mit dem hübschen Cover ins Regal holen.

Von mir gibt es zweieinhalb von fünf Sternen:

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3 Gedanken zu “[Rezension] Zwillingsblut

  1. Ich bin ähnlicher Meinung wie du.
    Mich haben die zahlreichen Rechtschreibfehler in Band 1 auch total gestört. Band 2 gefällt mir da schon viel besser. Band 3 habe ich bis jetzt noch nicht gelesen, habe es aber vor.

    Liebe Grüße
    LadyMoonlight

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