[Rezension] Jungs auf Skype

Jungs auf Skype – Bärbel Körzdörfer

Baumhaus Verlag

Taschenbuch, 176 Seiten

Erstveröffentlichung 2010

9,99 €

Jens (13) und Viktor (14) skypen miteinander. Sie besprechen Geheimnisse, Gefühle und Geschehnisse. Und sind immer füreinander da, denn sie sind allerbeste Freunde.
Es werden ihre Chancen bei den Mädchen durchgekaut, ebenso wie die Familiendramen. Denn Jens, der Sohn eines arbeitslosen Tischlers, entdeckt plötzlich etwas, was sein ganzes Leben durcheinanderbringt.
Und Viktor, Sohn eines reichen Firmenchefs, soll nach den Sommerferien auf ein Internat, was er unbedingt verhindern will – und zu seinem Onkel nach Berlin geht.
Über Skype bleiben die Jungs in Kontakt, und müssen sich nicht ganz alleine durch ihre komplizierten Leben schlagen.

„Jungs auf Skype“ ist ein sehr humorvoller, frischer Roman. Obwohl er hauptsächlich in „Chatsprache“ geschrieben ist, würzt die Autorin ihre Geschichte mit einigen Briefen. Beschriebungen oder Erklärungen stehen aber stets zwischen den Zeilen.
Die Geschichte ist gut zu verfolgen, gegen Ende hatte ich das Gefühl, es wäre etwas zu dick aufgetragen – aber es passte irgendwie auch wieder zur Geschichte.
Die Sprache der beiden Jungs war klar und mit nur sehr wenigen Chat-typischen Elementen. Viktor hat viel mehr abgekürzt oder umgangssprachlich geschrieben. Immer wieder habe ich den Chat mit meinen eigenen Eskapaden auf Skype verglichen, und musste die Autorin still loben, dass sie ihren eigenen Söhnen wohl viel über die Schulter geschaut haben muss.
Einzig die Smileys haben mich irritiert. Bei Skype werden bestimmte Zeichenfolgen direkt in einen bewegten Smiley umgewandelt, im Buch waren sie aber als Zeichen ausgeschrieben. Da zwischen den Zeilen immer wieder hübsche Zeichnungen passend zum Thema zu finden waren, hätte man sicher auch die Smileys gleich in richtige Smileys umwandeln können. Ständig im Glossar hinten nachzuschauen war dann doch etwas anstrengend.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es ist ein etwas anderer Roman, der vielleicht durch die fehlenden (bei manchen Büchern ja ewig ausschweifenden) Beschreibungen auch mehr Jugendliche anspricht. Die Autorin hat einen Ton getroffen, der nicht auf Jugendliche projeziert wirkte, sondern wirklich von ihnen kommen zu scheint.

Ich empfehle das Buch jedem, der Lust hat auf etwas Neues, gerne schöne Jugendbücher liest, und selbst skyped!

Vielen Dank an den Baumhaus Verlag für die Möglichkeit, dieses Buch zu lesen!

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