[Rezension] Grim

Grim und das Siegel des Feuers – Gesa Schwartz

Originalausgabe 2010, Egmont Lyx Verlag

Hardcover, 688 Seiten

19,95

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Exemplares!

Copyright: Bild von der Verlagshomepage

Grim ist ein Gargoyle. Seit Jahrhunderten arbeitet er für die OPG, die Gargoyle-Polizei, und zu seinen Aufgaben gehört vor allem, die Menschen davor zu bewahren, von der Anderswelt zu erfahren. Aufgrund eines alten Gesetzes dürfen die Sterblichen keinen Kontakt mit den Steinernden und anderen Märchen entsprungenen Wesen haben – beziehungsweise davon wissen.
Doch eines Tages wird Grim Zeuge, wie seine beste Freundin Moira sich einem Menschen zeigt. Dieser Mensch ist ein Hartid, er kann die anderen Geschöpfe sehen. Grim müsste diesen Vorfall eigentlich melden, aber er ist zu neugierig. Er will wissen, was hinter dem Kontakt steckt, denn der Hartid hat etwas bekommen, und wie Grim herausfindet muss es ein besonderes Dokument sein, denn es ist mit dem „Siegel des Feuers“ verschlossen.
Zunehmend werden mehr Personen in die Geschichte einbezogen. Jakob, der Hartid, wird plötzlich von Gargoyle-Menschen-Mischlingen, von Hybriden, gejagt, und übergibt das Pergament seiner Schwester, Mia.
Als Jakob stirbt, muss Grim Mia helfen, das Geheimnis des Pergaments zu lüften. Alles in dem Gargoyle sträubt sich, mit einem Menschen zu arbeiten, denn in seiner Vergangenheit gab es bereits einen Menschen, der ihn verlassen hat.
Doch seine persönlichen Belange müssen hinten an gestellt werden, als die ganze Welt in Gefahr schwebt – und nur Mia und er können sie noch retten!

Ohne zu wissen, wie die Geschichte verlaufen kann, habe ich das Buch begonnen. Und mit jeder Seite war ich mehr gefangen!
Grim ist ein toll gezeichneter Gargoyle, der sprichwörtlich durch die Hölle gehen muss, bevor er sich endlich selbst findet. Der Konflikt, dass seine beste Freundin ihn verraten hat, und er nun mit Menschen arbeiten soll, wird so wundervoll herzzerreißend beschrieben, dass ich teilweise selbst hin und her gerissen war – hätte ich nicht auch Mias Seite gekannt.
Mia ist eine junge Frau, wie sie direkt nebenan wohnen könnte. Sie ist sich ihrer selbst nicht sicher, vermisst mehr als alles andere ihren Vater und Bruder, und fühlt sich mit dem steinernden Mann zunächst unwohl.
Doch im Laufe der Geschichte geben sich beide auf wunderbare Weise immer wieder gegenseitig Kraft, fangen sich in letzter Minute auf, und lernen Schritt für Schritt, sich aufeinander einzulassen.

Obwohl die Liebesgeschichte um Grim und Mia natürlich vorauszusehen war, war das Buch an keiner Stelle langweilig. Im Gegenteil. Immer und immer wieder nahm es eine neue Wendung, wurde eine neue Information enthüllt, tauchte eine neue Welt auf.
Auch dieses Buch möchte ich mit Brandon Mulls „Fabelheim“ vergleichen, allerdings auf positive Weise, denn „Grim“ ist so eine tolle, fantasievolle Geschichte wie sie von Mull nicht schöner hätte geschrieben worden sein können.
Gesa Schwartz hat eine fesselnde, bildhafte Sprache, die mich in die Geschichte richtig eintauchen ließ, dass ich alles herum vergaß.

„Grim“ ist ein Buch für Fantasy-Liebhaber, aber auch für Fans von einer verschlungenen Liebesgschichte, die nicht im Vordergrund steht, und vor allem für Fans von anderen Wesen, die nicht in jedem zweiten Buch behandelt werden!

Hätte ich ein Punktesystem, würde ich volle Punktzahl vergeben! Daher: Kauft es euch, es ist jeden Cent wert!!! Eine Leseprobe findet ihr hier.

Ein weiteres Schmankerl dabei: Es gibt eine Fortsetzung!

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