[Rezension] Die Legende der Wächter Band 1

Die Legende der Wächter Teil 1: Die Entführung – Kathryn Lasky

Originaltitel, erschienen 2003: Legend of the Guardians: The Owls of Ga’Hoole

Ravensburger Verlag, 2. Auflage 2010
Hardcover, 271 Seiten

14,95 €

Die junge Schleiereule Soren findet sich eines Nachts auf dem Waldboden wieder, und das, wo Soren doch noch gar nicht flügge ist! Doch bevor seine Eltern ihn retten können wird er entführt, und in ein geheimes Waisenhaus gebracht, das Sankt Ägolius-Internat. Dort sollen mit ihm viele weitere junge Eulenküken ruhig gestellt und für böse Zwecke misbraucht werden. „Mondwirr“ gemacht, sollen sie für die Herrscher des Internats arbeiten, und vor allem die wertvollen „Tupfen“ finden. Doch Soren schafft es gemeinsam mit der Elfenkäuzin Gylfie der Wirrnis zu entgehen und sich das Fliegen beizubringen.
Schließlich schaffen sie es sogar zu fliehen, und als sie auf dem Weg den Bartkauz Morgengrau treffen, beschließen sie, zum Hoole-Meer zu fliegen, und den Ga’Hoole-Baum mit den Sagengestalten, den Wächtern, zu finden. Irgendwie muss es ihnen gelingen, dem Internat den Gar aus zu machen!

Nach dem Film war ich sehr gespannt auf das Buch, auch wenn ich wusste, dass der Film mehr als den ersten Teil abdeckt.
Und im Vergleich ist „Die Entführung“ ein tolles, abenteuerliches Kinderbuch.
Soren und Gylfie sind sehr einfach gestrickt, ihre Absichten sind deutlich. Lasky trennt in ihrer Geschichte klar zwischen gut und böse.
Während ich zu Anfang etwas mehr Spannung und Fortschritt vermisste, werden plötzlich Eulen zerfleischt, und die bösen Leiter des Internats rupfen Soren sämtliche Federn aus. Es irritierte mich etwas, dass es so einen krassen Schnitt gibt zwischen dem Dahingeplätscher der Fluchtvorbereitung, den Informationen über Eulen und die beiden Eulenkinder, und den grauenhaften Szenen und Gewaltbeschreibungen (die zum Glück nur zweimal sehr heftig ausfielen).
Sehr schön waren allerdings die Beschreibungen aus Sicht von Soren und Gylfie, die jeweils eine andere Sichtweise haben, und ihre Umgebung anders wahrnehmen.

Einem 10-jährigen Kind würde ich das Buch vielleicht noch nicht vorlesen, eventuell, wenn es vorher den Film gesehen hat (der die Gewalt anders aufzeigt… nicht so plötzlich und so ganz anders als die vorhergehende Handlung), aber schon gar nicht zum Einschlafen.
Für mich war das Buch ganz in Ordnung, ich bin auch sehr gespannt auf die beiden Fortsetzungen.

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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