[Rezension] Indigosommer


Indigosommer – Antje Babendererde

Arena Verlag, 3. Auflage 2010

355 Seiten, Hardcover

Inhalt:

Ein Jahr Amerika, Freiheit, Neues, und Abenteuer stehen Smilla bevor. Gerade aus der Trennung mit ihrem ersten langjährigen Freund, fliegt sie bereits zwei Monate vor Beginn des Schuljahres in die Nähe von Seattle. Nach ein paar Tagen Eingewöhnung, wollen ihre Gastgeschwister einen Surfurlaub in La Push machen. Smilla nehmen sie zunächst nur ungerne mit, und nachdem jene die anderen Mitreisenden kennen gelernt hat, weiß sie auch warum. Aber Smilla ist tapfer, und versucht sich weniger unscheinbar zwischen der gut gebauten, durchtrainierten Clique zu fühlen.

Etwas schüchtern schafft sie es sogar, sich in die Gespräch einzubringen, und fühlt sich zunehmend wohler. Wie es aussieht, scheint sich sogar einer der „Surferboys“ in sie verkuckt zu haben.

Doch als Smilla sich zu weit auf das Meer hinauswagt, und von dem Indianerjungen Conrad gerettet wird, beginnt der Ärger. Conrad trägt eine tiefe Wut auf zwei Jungen der Clique in sich, und bereits zu Anfang des Urlaubs gibt es Situationen, die den Hass zwischen den Quileute und den „Weißen“ noch schüren.

Smilla stehen schwere drei Wochen bevor.

Meinung:

Bereits auf den ersten Seiten von „Indigosommer“ hatte Frau Babendererde mich gefangen. Die Geschichte war so voller Leben, voll mit den Gedanken von Smilla, dass ich in das Buch tauchte und einfach nicht mehr losgelassen wurde. Anders als ich erwartete, ging es anfangs auch nicht darum, dass Smilla in ein fremdes Land geht, und dass alles neu ist, nein. Smilla kam in eine bekannte Familie, stellte die Veränderungen fest, und rutsche einfach ganz unbemerkt in die Clique. Dass es dann mehr um Indianer ging und weniger um Amerikaner, fand ich sehr entspannend. Teilweise hätte mich das Buch auch auf Englisch interessiert, weil dann vielleicht manches noch intensiver herüber gekommen wäre.

Teilweise amüsant, hin und wieder etwas nervig, war die Erwähnung von Twilight. Es war interessant und amüsant, weil Babendererde wirklich gut recherchiert hat, und so der Hype mal aus der Sicht der „Betroffenen“ gesehen werden konnte. Nervig war es an einigen Stellen, dass die Indianer ständig Witze darüber machten, und stellenweise diese Hinweise nicht nötig gewesen wären.

Diese kleine Sache hat dem Buch aber nichts genommen. Das Wort „Indigoblau“ tauchte immer wieder in schönen Zusammenhängen auf, und brachte den Titel des Buches so richtig zur Geltung.

Ich möchte nicht mehr über den Inhalt erzählen, sondern euch nur empfehlen, das Buch auch zu kaufen, und einzutauchen in die verzaubernde Geschichte von Smilla und Conrad, und einer Liebe zwischen zwei Welten, die Unterschiede vermischt und aufzeigt, aber gleichzeitig ein so wunderbares Ende findet, indem Smilla und Conrad doch nur zwei normale Jugendliche sind.

Mehr von Antje Babendererde findet ihr auf ihrer Homepage: http://antje-babendererde.de/

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Ein Gedanke zu “[Rezension] Indigosommer

  1. Das buch ist wie ich finde ein sehr schön geschriebenes und nie langweiliges Buch.
    Es wird so echt beschrieben das man denkt man sei mitten drin. Dazu erfährt man sehr viel der heutigen Quileute Indianer.Was das buch auch zu etwas besonderem macht ist die Hauptperson Smilla. Die nicht wie die anderen Mädchen ist.

    Mann muss einfach dieses Buch gelesen haben.:)

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