[Rezension] Alexandria oder Gänse bringen Glück



Patrice Kindl

Alexandria oder Gänse bringen Glück

Dtv Junior Extra

253 Seiten

Inhalt:

Alexandria Aurora Fortunato war eine glückliche Gänsemagd mit 12 Gänsen, bis eine alte Hexe meint, ihr ein wunderschönes Antlitz und Haare, die Goldstaub produzieren, zu bescheren. Kurz darauf machen der Prinz ihres Landes, und der König des Nachbarreiches ihr den Hof. Sie soll einen von ihnen heiraten, aber weil Alexandria sich nicht entscheidet (ihr wäre ein Leben alleine mit ihren Gänsen sehr viel lieber), wird sie kurzerhand in einen Turm gesperrt. Nach sechs Monate Einkerkerung gelingt dem jungen Mädchen die Flucht mit Hilfe ihrer Gänse. Aber statt in Freiheit weiterleben zu können, bringen die Gänse sie zu einem Haus, in dem drei Menschenfresserinnen wohnen. Und als dann auch noch der Prinz wieder auftaucht, ist das Chaos perfekt. Alexandria muss ihren Grips gehörig anstrengend, um aus den Klauen der gruseligen Menschenfresserinnen zu entkommen.

Meinung:

„Alexandria oder Gänse bringen Glück“ ist nicht nur ein Buch mit einem wunderschönen Cover. Es ist auch ein wunderschön geschriebenes Buch, und das nicht nur für Kinder und Jugendliche. Die Geschichte der jungen Alexandria mit ihrem Dickkopf und den beißenden, keifenden aber helfenden Gänsen ist so anrührend und liebevoll geschrieben, dass ich mehrmals in das Buch greifen wollte, um den Prinzen über seine Dummheit zu schelten, oder Alexandria endlich den richtigen Weg zu weisen.

Patrice Kindl hat nicht nur über ein gerade mal 14-jähriges Mädchen geschrieben, sondern es auch geschafft, haargenau aus dessen Sicht zu beschreiben – mit allen Vor- und Nachteilen.

Alexandria sieht nicht immer den richtigen Weg, und so manches Mal musste ich über ihre Naivität schmunzeln, ist aber doch helle genug, hin und wieder die Klappe zu halten und sich doch leiten zu lassen.

Sehr zögerlich und wirklich süß beschrieben ist die Annäherung an den Prinzen.

Und bis zum Ende hatte ich keine Ahnung, in welche Richtung die Geschichte gehen sollte. Auf den letzten Seiten hatte ich eine Vermutung, aber war doch überrascht über den Ausgang. Und dass Alexandria selbst am Ende, als alles gut scheint, immer noch ihren Stolz hat und herumschimpft und sich beschwert, fand ich wirklich amüsant!

Mein Lieblingsabsatz im Buch war:

„Wie auch immer, in einer Wolke ist Wasser. Ich könnte schwören, dass Wolken aus nichts als nur Wasser bestehen, das aus irgendeinem Grund beschlossen hat sich sehr klein zu machen und dann ziellos über das Himmelsgewölbe zu wandern, statt auf die Erde zu regen, wie es das tun sollte und wo es von einem gewissen Nutzen sein könnte.“ (S. 46 f)

So gut wie jeder Satz klingt so im Buch. Egal, was Alexandria erzählt, immer hat sie etwas auszusetzen, und es ist immer irgendwie lustig.

Das Buch habe ich in einem Rutsch lesen können, und es gehört von nun auf jeden Fall zu den Büchern, die ich gerne zwischendurch mal wieder lese!

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