[Rezension] Die Kinder Húrins



Die Kinder Húrins

J.R.R. Tolkien

Hrsg. Christopher Tolkien

Mit Illustrationen von Alan Lee

Neuauflage 2010, Hobbitpresse Klett-Cotta

Originalausgabe 2007 in J.G. Cotta‘sche Buchhandlung

336 Seiten, mit Karte, Vorwort, Einführung, Anmerkung zur Aussprache, Anhang und Liste der Namen

Inhalt Narn i chín Húrin:

Im ersten Zeitalter von Mittelerde, unzählige Jahre vor der Geschichte von den Hobbits und dem Kampf um den Einen Ring, lebt Húrin, aus dem Haus Hador, Sohn des Hareth von Brethil. Er ist Herr von Dor-lómin und wird Thalion, „der Standhafte“ genannt. Zu seiner Frau hat er Morwen, Tochter des Baragund, aus dem Hause Beor, dem ersten Haus der Edain.

Sein Sohn Túrin wächst zunächst ohne Vater auf, denn Húrin muss sich in einer großen Schlacht dem Feind Morgoth stellen, ein Valar, der in sterblicher Gestalt eine grausame Herrschaft über die Menschen anstrebt. Húrin wird gefangen genommen, und seine Familie mit einem Fluch belegt. Túrin bekommt davon kaum etwas mit, und als er alt genug ist schickt ihn seine Mutter Morwen in das Königreich Doriath. Unglücklich lässt er sie und seine Schwester Nienor zurück.

In Doriath wird er zum Mann ausgebildet, und weil der König ihm keine Männer zur Rettung seiner Mutter oder seines Vaters stellen will, zieht er alleine fort. Zusätzlich belastet ein Missverständnis seine Reise, denn er fürchtet, ein Geächteter zu sein. Er schließt sich mit diesem Gedanken unter neuem Namen einer Truppe Aufrührer an, um damit den Fluch Morgoths abzuwenden, und wird sogar ihr Anführer. Doch dem Schicksal kann er nicht entgehen.

Meinung:

„Die Kinder Húrins“ ist ein wundervolles Beiwerk zu „Der Herr der Ringe“, auch wenn es natürlich keinen direkten Zusammenhang der Geschichten gibt. Dennoch sind die Werke nicht zu vergleichen, denn „Die Kinder Húrins“ ist ein solch wundervolles Buch für sich, angefüllt mit viel mehr Dichtung, Poesie, und … Fantasie! Dieses Buch ist vor allem eine Geschichte für Mittelerde-Fans, denn die Namen sind schwer, und die Familiengeschichten verstrickt. Aber in jedem Wort spricht die Liebe Tolkiens zu seiner Welt, und ihrer Umschreibung. Und wenn die liebevolle aber sehr schwer zu verstehende Einführung von Christopher Tolkien gelesen ist, findet es sich zunehmend leichter in die tragische Geschichte Túrins.

Bereits nach den ersten vier Kapiteln hatte mich der junge Mann und sein leidvolles Schicksal umfangen und ließ mich nicht mehr los, bis ich das Buch verschlungen hatte.

Die Elbischen Namen sind immer wunderschön, und nach den ersten Kapiteln wird auch verständlicher, wer genau wer ist, und überhaupt mit wem verwandt.

Es ist eine sehr schöne Sache, dass der Sohn des großen J.R.R. Tolkien weiterhin die Gedanken seines Vaters den Fans zugänglich machen will. Auch das Vor- und Nachwort, und vor allem die Einleitung sind scheinbar mit sehr viel Hingabe und Liebe zum Werk des Vaters geschrieben.

„Die Kinder Húrins“ ist ein Muss für echte Mittelerde-Fans, als Einstieg in die Thematik der Ring-Epen aber nicht zu empfehlen. Das Buch ist ein Fantasyband der obersten Klasse, und vielleicht auch für Poeten interessant.

Genießer der fantasievollen Dichtung sollten es sich also auf jeden Fall anlegen :).

Vielen Dank an den Klett-Cotta Verlag für die Bereitstellung des Exemplares!!!

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