[Rezension] Vampire Diaries 1&2


Tagebuch eines Vampirs Band 1 & 2
Lisa J. Smith
Weltbildverlag Sonderausgabe 2010
Originalausgabe „The Vampire Diaries“ 1991
Originale deutschsprachige Ausgabe Band 1 „Das Erwachen“ im CORA Verlag 2002

Band 1:
Elena und ihre kleine Schwester Magaret leiden noch immer unter dem Verlust ihrer Eltern, die drei Jahre zuvor bei einem Unfall ums Leben kamen. Sie leben seitdem mit ihrer Tante und deren Verlobten Robert in Fell’s Church.
Der Sommer und das neue Schuljahr haben gerade begonnen. Elena muss sich von ihrem Kindheitsfreund Matt trennen, für den sie durch die lange Freundschaft nur mehr brüderliche Gefühle hat. In der Schule gibt es einen neuen Mitschüler, Stefano Salvatore, von dem Elena hingerissen ist. Weil er sie ignoriert, obwohl sie eines der beliebtesten und hübschesten Mädchen ist, beschließt Elena, ihn mit Hilfe ihrer besten Freundinnen Meredith und Bonnie um jeden Preis zu erobern. Doch was zunächst niemand ahnt: Damon, Stefanos Bruder, ist ebenfalls in die Stadt gekommen.
Beide Brüder fühlen sich aufgrund einer Erinnerung an eine vergangene Liebe stark zu Elena hingezogen. Während Stefano aber zunächst respektvoll und vorsichtig auf Distanz bleibt, und Elena damit nur schützen will, tritt Damon respektlos und ungezügelt auf. Als letzter Elena mit Tricks dennoch nicht für sich gewinnen kann, umgarnt er sie und versucht sie in Spielchen immer wieder dazu zu bringen, sich für ihn entscheiden zu müssen. Doch noch ist die Liebe Elenas in der sich langsam Entwickelnden Beziehung zu Stefano größer.

Band 2:
Stefano und Damon sind Vampire, wie Elena mittlerweile weiß. Und noch immer brennt die Wut zwischen den Brüdern heiß, und auch Elena ist wütend auf Damon.
Immer wieder versucht er sie auszutricksen, sich in ihre Nähe zu stehlen – und ihr Blut zu trinken. Stefano schafft es kaum, seinen Bruder weitestgehend unter Kontrolle zu halten und Elena zu schützen.
Und noch immer verdächtigt keiner auch nur annähernd Damon für all die Morde, denn für die Bewohner der Stadt kommt nur Stefano infrage. Dabei trinkt dieser seit Jahrzehnten kein Menschenblut mehr, und ist seinem Bruder dadurch Kräftemäßig stark unterlegen.
In einem nervenzerreißenden Wettlauf gegen die Zeit müssen Elena und ihre Freundinnen sogar verhindern, dass Stefano völlig zu Unrecht ausgerechnet durch eine Aussage in Elenas Tagebuch für schuldig denunziert wird – vor der ganzen Stadt.
Stefano kann durch Damon gerettet werden. Doch wieder muss Elena für ihre Liebe einen schrecklichen Preis zahlen.

Meinung:
„Tagebuch eines Vampirs“ ist eine Geschichte über die Liebe und die Unsterblichkeit.
Zunächst glaubt der Leser, dass Stefano durch und durch böse ist, weil sie die Vorfälle nicht anders erklären lassen. Lisa J. Smith treibt die Spannung und vor allem die Enttäuschung der Leser über Stefanos Handlungen genau so weit, wie es nötig ist, bevor sie endlich Damon vorstellt. Da Elena sich zunehmend in den Vampir verliebt, kommen Gewissenskonflikte auf. Die Geschichte ist größtenteils aus Elenas Sicht, teilweise in Tagebuchform geschrieben, und daher gibt es auch kaum mehr Infos, als auch Elena hat.
Besonders das Ende des ersten Bandes ist beeindruckend. Der Leser wird einfach im Unklaren gelassen, was genau geschehen ist, und fiebert voller Spannung dem nächsten Band entgegen.
Der zweite Band ist kaum anders. Auch hier hat sich Lisa J. Smith in rätselhaften Andeutungen angetobt, und vermag es, den Verdacht teilweise auf ganz andere Personen zu lenken.
In der Fortsetzung entwickelt sich die Beziehung zwischen Elena und Stefano allerdings etwas entspannter, und dadurch, dass nun ein Grundstein gelegt wurde, fallen auch einige Szenenbeschreibungen angenehm ausführlicher aus.
Insgesamt machen die beiden Bände Lust auf weiter, besonders weil noch so viel Entwicklungspotenzial vorhanden ist, besonders zwischen Elena, Stefano und Damon. Auch der zweite Band endet mit einer offenen, teilweise ungeklärten Szene, und es ist unmöglich, den Inhalt der nächsten Bände zu erraten.
Zum Glück sind in Deutschland bisher schon 5 Bände der Reihe erschienen, und es sind weitere in Arbeit.

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Ein Gedanke zu “[Rezension] Vampire Diaries 1&2

  1. Fandest du wirklich, dass Stefano „durch und durch böse“ rüberkommt? Weil ich finde, dass eigentlich durchgehend deutlich wird, dass er selbst nicht so recht weiß, was los ist und eher schockiert von sich selbst ist. „Böse“ wäre, wenn er das ganze vorsätzlich tun würde.
    Aber ich stimme dir in der Hinsicht voll und ganz zu, dass der Leser am Ende beider Bände im Unklaren gelassen wird. Kaum hatte ich das eine Buch aus der Hand gelegt, da hatte ich auch schon den nächsten Band in der Hand.
    Eigentlich wird einem erst recht spät klar, was da gerade wirklich passiert, obwohl man gewisse Vorahnungen haben kann, wenn man die Serie schon gesehen hat.

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