[Rezension] Die Nonne mit dem Schwert


Rezension

Die Nonne mit dem Schwert
Lea Korte

Knaur Verlag
Originalausgabe April 2007
478 Seiten

Inhalt:
Bereits über sechs Jahre lebt die junge Novizin Catalina de Erauso im Nonnenkloster von San Sebastián. Und sie will nur noch fort, frei sein, besonders als ihr verkündet wird, dass sie demnächst die Weihe erfahren soll. Also bricht sie kurzerhand aus, und beginnt ein Leben in Freiheit. Ihre Hochgefühle dauern jedoch nur einen Moment, denn ihr wird bewusst, dass sie als Frau oder gar Novizin keine Chance in der harten Wirklichkeit hat. Sie muss sich als Mann verkleiden – und damit beginnt ihr Abenteuer.
Zuerst auf der Suche nach einer Bleibe gerät sie im Gefängnis an den ebenfalls heimatlosen Mikel, und als er sie gegen ihren Willen in die Obhut eines Tuchhändlers übergibt, hat Catalina keinen größeren Wunsch, als sich ihm wieder anzuschließen. Ihre Suche führt sie sogar über das Meer nach Peru, wo sie sich durch einen unglücklichen Zufall in einem kleinen Dorf der Armee verpflichtet. Sie lernt dort Stefano kennen, und als sie aus der Armee fliehen müssen, enthüllt sie ihm ihre Geheimnis. Er verliebt sich in sie, aber noch immer sucht Catalinas Herz die Liebe von Mikel – dabei weiß dieser noch nicht mal, dass sie eine Frau ist, denn er kennt sie bisher nur unter dem Namen „Francisco“. Selbst nach fast vier Jahren hat sie nur sehr wenigen Menschen ihre wahre Identität verraten.
Ihre Reise führt sie schließlich in die königliche Garde, und es kommt zu einem Zufall, der ihre wahre Identität preisgibt. Catalina zieht daraufhin bis vor den Papst, um sich das Recht zu erkämpfen, Männerkleider zu tragen.

„Die Nonne mit dem Schwert“ ist ein sehr gut recherchiertes Buch über die Abenteuer einer jungen Baskin, die trotz ihres Daseins als Frau die Männerwelt an der Nase herumführen kann. Die Geschichte basiert auf der Autobiographie der Catalina de Erauso, von der Autorin Lea Korte wurden jedoch einige Details hinzugefügt, die aber aus meiner Sicht wirklich sehr in die Geschichte passten.
Mit hat der Schreibstil sehr gut gefallen, die Dörfer und Städte, die Kleidung und selbst das Essen waren immer detailliert geschildert. Bemerkenswert fand ich vor allem die Zeit Catalinas auf See, mir schien es als wäre Frau Korte selber einmal anheuern gegangen, so genau konnten alle Handgriffe benannt werden.
Es war sehr aufregend, die Verzweiflung Catalinas erleben zu müssen, wenn sie sich nicht entscheiden konnte, ihre Identität preiszugeben oder weiterhin in Freiheit zu leben. Nachdem die letzte Seite gelesen war, war ich sehr traurig, nicht mehr über die tapfere Frau erfahren zu können!
5 von 5 Sternen von mir 🙂

Vielen Dank an Lea Korte und den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Advertisements

Schreib mir einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s