[Rezension] Fabelheim



Fabelheim

Brandon Mull
Aus dem Englischen „Fabelhaven“ übersetzt von Hans Link.
blanvalet Verlag
366 Seiten
Inhalt:
Urlaub bei den selten gesehenen Großeltern, auf dem abgeschiedenen Hof im Nirgendwo, und auch noch ohne die Eltern. Als die 13-Jährige Kendra und ihr elfjähriger Bruder Seth abgesetzt werden sind sie ganz und gar nicht begeistert. Ihre Oma ist auch nicht abwesend, und ihr Opa griesgrämig. Allein die Haushälterin Lena kümmert sich liebevoll um die Kinder.
Direkt bei ihrer Ankunft setzt ihnen Opa Stan eine Handvoll Regeln vor: Unter keinen Umständen dürfen sie in den Wald, der das Gebiet umgibt, und den Hof erkunden auch nicht, und sollen am besten einfach still im geräumigen Dachboden sitzen und spielen. Während Kendra sich an die Anweisungen hält und den blühenden Garten voller bunter Schmetterlinge und kleiner Vögel zu genießen versucht, fühlt sich Seth eingeengt, und wird abenteuerlustig. Im Wald weicht er sogar vom Weg ab – und stößt auf eine alte Frau, die nichts anderes sein kann als eine böse Hexe.
Kendra glaubt ihm kein Wort, bis sie und Seth endlich von ihrem Opa eingeweiht werden: Der Hof ist ein Reservat für magische Geschöpfe, genannt Fabelheim.
Doch die beiden Kinder haben kaum Zeit, die wundersamen Geschöpfe kennen zu lernen, denn in der Mittsommernacht werden Opa Stan und Lena entführt. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, das Böse aufzuhalten – und alles zum Guten zu wenden, bevor ihre Eltern sie wieder abholen.
Meinung:
Zunächst war ich etwas skeptisch über das Buch. Der Titel hat mich nicht angesprochen, weil ich mir nichts darunter vorstellen konnte. Und die ersten Seiten waren auch nicht allzu vielversprechend, im Kopf habe ich mir trotzdem schon mögliche Ausgänge der Geschichte ausgemalt, und gehofft dass es besser wird.
Und es wurde besser!!! Sobald Kendra und Seth von der Existenz der Fabelwesen wussten, wollte ich auch mehr entdecken, und als auch noch ihr Opa und Lena entführt wurden, war ich gepackt und wollte nicht mehr aufhören zu lesen.
Der Hof und der Wald waren sehr detailreich beschrieben, es gruselte mich richtig, vor allem als die befreit wurde. Ich war in der Geschichte mit drin, stand neben Kendra, fieberte mit und fühlte ihren Schmerz.
Die Personen waren liebevoll gestaltet, sie hatten sehr überzeugende Charaktere ihre Handlungen gut nachvollziehbar. Besonders bei Seth, der nun erst 11 Jahre alt war, war die kindliche Sicht der Dinge wirklich schön geschildert, und so konnte selbst ich ihm seine Regelverletzungen schnell verzeihen. Anders als bei manchen Jugendbüchern, in denen die Kinder und Jugendliche eine Reife in ihren Handlungen entwickeln, die nicht so recht zu ihnen passen mag, verloren weder Seth noch Kendra ihre Glaubwürdigkeit. Es passte zu den Fabelwesen, und wurde vielleicht dadurch sogar bestärkt.
Nachdem die letzte Seite gelesen wurde, freute mich sogar besonders, dass es noch weitere Bücher des Autors geben wird, in Amerika ist bereits der vierte Teil fertiggestellt.
Dass das Buch als Kinder- und Jugendbuch betitelt ist, kann ich nur teilweise nachvollziehen, denn auch erwachsene Fans von Fantasy werden mit Fabelheim ihre helle Freude haben.

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